Nico in einer eigenen Liga

nico-rosberg-m-siegte-vor-sebastian-vettel-l-und-daniil-kvyat-  Nico Rosberg gewinnt einen actionreichen China GP und zieht mit dem dritten Sieg im dritten Rennen in der WM-Wertung davon

„Nico war heute in seiner eigenen Welt unterwegs“, sagte der zweitplatzierte Sebastian Vettel nach dem Grand Prix in Shanghai und hätte es wohl kaum treffender beschreiben können. Der Sohn des F1 Weltmeisters von 1982 zog von der Pole Position los, ließ sich auch nicht durch den kurzzeitig führenden Daniel Ricciardo beirren und beherrschte danach das Rennen nach Belieben. „Ich verlor meinen Start gegen Daniel, denn natürlich wäre ich gerne vorne geblieben. Aber ich wusste, dass ich mir den Red Bull mit DRS auf der Geraden holen kann. Daher habe ich auf meine Chance gewartet,“ so Rosberg, der trotz seiner Überlegenheit stets hellwach blieb: „Im Rennen bist Du nie entspannt. Ich wusste ja nicht, wo die Ferraris sind. Aber ich hatte selten so ein gutes Auto.“ Rosberg hält nun saisonübergreifend bei sechs Siegen in Serie und führt die WM-Wertung mit dem Punktemaximum von 75 Zählern an.

1673850_vettel_shanghai_16„Blitzgneißer“ Vettel

Vettel, der am Start ins Sandwich zwischen Daniil Kvyat und seinem Teamkollegen Kimi Räkkkönen geriet und den Finnen ungewollt rammte, startete eine tolle Aufholjagd, die ihn noch auf Platz 2 führte. Dass der Deutsche jede Gelegenheit nützt, zeigte auch, als er während der Safety Car Phase in der Boxeneinfahrt zwei Konkurrenten überholte. Denn das ist tatsächlich auch in der Safety Car Phase erlaubt, allerdings nur zwischen den beiden Safety Car Linien, was Vettel exakt einhielt. „Nachdem was am Start mit Daniil, Kimi und mir passierte, musste ich viel riskieren um noch weit nach vorne zu kommen. Es ist natürlich das Schlimmste, wenn sich zwei Teamkollegen berühren und es tut mir echt leid für Kimi, aber ich konnte nirgendwo hin. Es war ein Rennunfall, aber danach musste ich Gas geben. Gottseidank ist es mit der Safety-Car-Phase für uns beide relativ glimpflich ausgegangen.“

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Eine absolute Topleistung lieferte das Red Bull Duo Kvyat und Ricciardo ab. Während der Russe Dank seines Raketenstarts auf Platz 3 vorschoss und diesen mit einer tollen Fahrt ins Ziel brachte, musste sich der Aussie nach seinem Reifenplatzer in Führung liegend nach der Safety Car Phase wieder von hinten durchs Feld pflügen, was aber gelang. „Es war ein Klasserennen und in Führung zu gehen, war natürlich ein Highlight. Leider fuhr ich mir dann ein Teil ein und musste den Reifen tauschen. Das kostete extrem viel Zeit, aber am Ende hätte es fast noch fürs Podium gereicht“, strahlte „Disco Dan“ über beide Ohren. Kvyat machte indes großartige Werbung für sein Heimrennen in zwei Wochen: „Ich hatte einen tollen Start, sah die Lücke und wollte sie nutzen. Klar war es riskant, aber das kann dir zum Podium verhelfen. Ich werde solche Risiken immer wieder eingehen. Nun freue ich mich natürlich auf die russischen Fans!“

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