Die FIA zieht eine Änderung der Grid-Penalty-Vorgangsweise in Erwägung, nachdem im Qualifying von Sochi lediglich 10 Fahrer in Q2 unterwegs waren.
Momentan lautet die Regel wie folgt: Wenn mehrere Fahrer aufgrund eines Tausches von Power-Unit-Elementen bestraft werden und dadurch vom Ende des Feldes starten, richtet sich die Reihenfolge der Startplätze nach dem ersten Einsatz der neuen Motorenteile, basierend darauf, wer die Boxengasse in FP1 zuerst verlässt.
Das bedeutet, dass für die betroffenen Fahrer kein Anreiz besteht, das Qualifying zu bestreiten, außer mit einem kurzen Outing in Q1 ein Zeichen für Fans und Sponsoren zu setzen. In Sochi waren drei der fünf bestraften Fahrer schnell genug um es ins Q2 zu schaffen, aber niemand von ihnen ging in dieser Session raus, weil es keinen Sinn machte, Reifen oder Motorlaufleistung zu verschwenden. Bei Renault hatte man mit Startreihe 6 außerdem die freie Reifenwahl in Aussicht, weshalb auch die Franzosen ihre Piloten nicht noch einmal rausschickten.
Die FIA überlegt nun, die Startreihenfolge der bestraften Fahrer nach deren Qualifying-Zeiten zu richten, um Motivation zu schaffen, am Qualy teilzunehmen. Auch das „Anstellen“ der betroffenen Piloten an der Boxenausfahrt zu Beginn von FP1, wäre damit hinfällig.
„Ich glaube nicht, dass das jemand vorhersehen konnte“, sagte FIA-Renndirektor Charlie Whiting. „Ich denke, es gibt einen anderen Weg, ich habe mit ein paar Teams darüber gesprochen. Wenn wir die Regelung ändern, würde das diese Fahrer motivieren, sich trotzdem so gut wie möglich zu qualifizieren. Aber ganz ist der Plan noch nicht durchdacht, es ist eine relativ neue Idee.“
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