Um der leidigen Sound-Debatte entgegenzuwirken, testet Mercedes heute ein neues Megaphon. Diese Neukonstruktion soll den Sound der Formel 1-Boliden entscheidend verbessern…
Die neue Trompete
Die ersten Fotos des meterlangen, trompetenartigen Anhängsels sind schon an die Öffentlichkeit gelangt. Einer der ersten Betrachter war Bild Korrespondentin Nicola Pohl. „Es ist ein sehr leichtes Teil und wiegt nur 1,5 Kilo“, erzählte sie. „Es muss aus einem besonderen Material sein. Am Ende des Trichters ist dann ein kleines Loch.“
Das neuartige Megaphon soll bei den heutigen Tests in Barcelona von Nico Rosberg verwendet werden. Manche Beteiligten aus dem Formel 1-Zirkus sind froh, ein lauteres Formel 1-Auto zu hören. Andere wiederum finden es befremdend, dass die hochkomplizierten und „grünen“ neuen Motoren derart verändert werden sollen.
„Es ist verrückt, ein Formel 1-Auto lauter zu machen“, ärgert sich Ex-Rennfahrer Gerhard Berger. „Die ganze Diskussion ist einfach ein Schwachsinn.“
Effizientere Motoren
Die FIA hingegen nimmt die Angelegenheit sehr ernst und hat sogar Soundexperten engagiert, die eine Lösung mit den Motorenherstellern erarbeiten sollen. Die Idee, auch Formel 1-Motoren effizienter und energiesparender zu machen, wurde zum Beispiel von der Renault-Führungsriege schon früher begrüßt. Damit sind die Antriebsaggregate dann eben leiser.
„Wir müssen mit der Zeit gehen“, meinte Renaults Jean Michel Jalinier. „Es sind eben nicht mehr V10 oder V8-Motoren, die 60 Liter Sprit auf 100 Kilometer brauchen, zeitgemäß.“ Der dezentere Sound der neuen Autos ist eben eine Anerkennung einer neuen, beeindruckenden Technologie.
„Die neue Power-Unit ist energiesparender“, erklärt Rob White von Renault. „Die höhere Effizienz bedingt, dass eben weniger Lärm entsteht. Ich denke nicht, dass der neue Sound schrecklich ist. Die Veränderungen machen schon Sinn.“
White verschließt sich zwar nicht gegenüber Forderungen, am Motorensound etwas zu verändern, kennt aber Vermutungen der Mercedes-Konkurrenten bezüglich des neuen „Megaphons“. Es wird dahinter eine Steigerung der Performance gesehen.
„Mittel- bis kurzfristig meine ich, dass wir uns nicht in eine Situation bringen dürfen, wo unsere Performance negativ im Vergleich zur Konkurrenz beeinflusst wird“, meint White.
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