Mercedes geht kein Risiko ein

Das Mercedes Team geht in Fragen Motorenlimitierung kein Risiko ein. In der kommenden Saison sind nämlich nur mehr drei statt vier Antriebseinheiten erlaubt, ansonsten droht eine Strafe.

Kein Motorenpoker bei Mercedes

Die Formel 1 Saison beginnt bald und viele Teams machen sich schon über einige Strategien Gedanken. Vor allem die Limitierung von vier auf drei Antriebseinheiten bereitet einigen Teams ein wenig Unmut. Bei Mercedes will man also in dieser Hinsicht kein Risiko eingehen. In der kommenden Saison soll der Motor nach der neuen Regel mindestens sieben Rennen halten, dadurch sollen auch die Kosten für die Teams gesenkt werden. Bei dem deutschen Team sieht mal allerdings kein Problem mit nur drei Einheiten gut durch die Saison zu kommen. „Wir sind der Meinung, dass es insgesamt besser ist, ein Triebwerk zu entwickeln, dass die nötige Haltbarkeit besitzt und das keine signifikanten Leistungseinbußen mit sich bringt, sodass es beim siebten Rennen genauso stark ist wie beim ersten.“, sagt der Geschäftsführer der Motorenabteilung von Mercedes Andy Cowell.

Mercedes hat sich zum Ziel gesetzt nur drei Einheiten zu verbrauchen und die Saison nicht mit vier oder fünf Motoren zu verplanen. Cowell will auf keinen Fall eine Versetzung in der Startaufstellung riskieren, nur um sich durch eine frische Antriebseinheit eventuell einen Vorteil zu verschaffen.

Natürlich können in der Saison immer ungeplante Probleme auftreten, die für das Team schmerzhaft sein können. Daher plant man bei Mercedes generell nur mit drei Motoren und zwei ERS-Modulen pro Fahrzeug. Dennoch soll aber die Leistung beim siebten Rennen nicht darunter leiden. In der vergangenen Saison waren allerdings noch vier Motoren erlaubt, doch das war auch für Weltmeiste Hamilton einer zu wenig. Nach einem Unfall im Qualifying in Brasilien wurde das Aggregat vorsichtshalber ausgetauscht und der Brite musst aus der Box starten. Doch auch andere Teams kamen schon in der vergangenen Saison nicht mit den vorgeschriebenen vier Einheiten aus und nahmen dadurch etliche Strafen in Kauf.

Harte Kritik von Horner

Vor allem McLaren aber auch alle Teams, die mit einem Renault-Motor unterwegs waren, haben die Aggregatanzahl überschritten und mussten dadurch etliche Strafen auf sich nehmen. Red Bull kam in der vergangenen Saison gerade mal mit sechs Motoren durch und deshalb übte der Red Bull Chef Christian Horner harte Kritik an der Limitierung. Er bezeichnet die Regel als „hirnrissig“ und dementiert das Argument der Kostensenkung: „Auf dem Prüfstand werden die Motoren noch immer verheizt und in der Realität lässt sich so kein Geld sparen.“

Allerdings widerspricht ihm da der Williams-Technikchef Paddy Lowe: „Wir als Kunden profitieren von einem günstigeren Preis. Es ist wichtig, das zu verstehen. Es hilft den kleineren Teams. Zu vier Motoren zurückzukehren würde den Preis unweigerlich erhöhen.“ Das Williams Team wird seit 2014 mit Motoren von Mercedes  beliefert.

 

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