McLaren, Toro Rosso und Lotus zum Qualifying von Spielberg

Daniil Kwyat_Toro Rosso_Foto Red Bull Content PoolDie Fahrer und Teamchefs von McLaren, Lotus und Toro Rosso über ihre Eindrücke im Qualifying zum Grand Prix von Österreich.

Lachendes und weinendes Auge bei McLaren

Beim britischen Traditionsrennteam ist man mit dem Ergebnis des Qualifyings einerseits zufrieden, andererseits nicht. Während Rookie Magnussen das Rennen vom sehr guten sechsten Startplatz in Angriff nehmen wird, ergab sich für Routinier Jenson Button nur Platz zwölf. Die Rückversetzung von Sergio Perez um fünf Positionen lässt den Briten nun von Platz elf starten.

„Wenn alles perfekt gewesen wäre, hätte ich mich in den Top Fünf positionieren können. Ein kleiner Fehler in der letzten Kurve meiner letzten Quali-Runde kostete mich aber wertvolle Zeit“, trauert der Däne einem noch besseren Startplatz nach. „Ich bin aber zufrieden, wie es insgesamt gelaufen ist. Das kann auch das ganze Team sein. Wir machen kontinuierliche Fortschritte und es ist überhaupt positiv, wenn verschiedenste Teams um vordere Plätze kämpfen. Ich bin überrascht, dass Mercedes so schnell eingeholt wurde und mich freut die Pole für Williams.“

Routinier Jenson Button schaffte es im heutigen Qualifying nicht in die Top Ten. In seiner letzten Runde in Q2 wurde er von Lotus-Fahrer Grosjean etwas aufgehalten und verpasste so Q3. „Wie die Überholmanöver während des Rennens aussehen werden, weiß man im Vorhinein nie“, erklärt dere Brite. „Ausserhalb der Top Ten können wir neue Reifen aufziehen und mit der  Strategie spielen. Die DRS-Zonen sehen ebenso recht interessant aus“, so Button weiter.

Mclaren-Renndirektor Bouiller ist mit der Leistung seiner beiden Fahrer durchwegs zufrieden. Magnussens Rückstand auf Ricciardo ist minimal, Button verpasste Q3 ebenfalls nur hauchdünn und war während der dritten Traningssession zudem durch ein Bremsproblem gehandicapt.

Top-Qualifying von Kvyat

Toro Rosso-Rookie Daniil Kvyat absolvierte sein bestes Qualifying in der Formel 1. Startplatz sieben ist mehr, als man im Team erwartet hatte. Dabei hatte er noch Pech, da eine sehr schnelle Runde durch die gelbe Flagge wegen des Hamilton-Abfluges zerstört wurde. „Ich bin mit meinem Qualifying-Ergebnis hochzufrieden“, freut sich der junge Russe. “ Das Team hat das ganze Wochenende lang hervorragend gearbeitet. Wir haben seit gestern einen signifikanten Schritt nach vorne gemacht. Der Kurs gefällt mir und ich hoffe, dass ich vor all den Red Bull-Fans ein starkes Rennen  fahren kann.“

Routinier Jean Eric Vergne kam hingegen über Platz 15 nicht hinaus und mühte sich mit seinem Auto. Neue Teile machen den Toro Rosso zwar besser fahrbar, jedoch verhinderte ständiges Übersteuern eine perfekte Runde und ein Weiterkommen in Q3.

Toro Rosso-Technikchef mit gemischten Gefühlen

James Key, Technikdirektor bei Toro Rosso, ist vor allem wegen des guten Ergebnisses von Daniil Kvyat richtig happy. „Wir haben ein sehr goßes Aerodynamik-Paket ausgetauscht und freuen uns, dass alles so gut funktioniert hat“, zeigt sich Key sichtlich erleichtert. „Der siebente Startplatz von Kvyat ist natürlich großartig. JEV war allerdings den ganzen Tag über nicht recht glücklich mit seinem Auto. Er hatte Balance-Probleme, die sich zwar während des Qualifyings verbesserten, jedoch immer noch nicht ganz beseitigt sind. Für das morgige Rennen bin ich insgesamt zuversichtlich.“

Lotus deutlich hinten

Das Lotus-Team kämpft weiter mit seinem E22 und den Renault-Motoren. Nachdem man bei einigen Rennen vereinzelte Lichtblicke gesehen hat, verlief das heutige Qualifying alles andere als zufriedenstellend.

„Es ist kein Geheimnis, dass wir uns das ganze Wochenende schon abmühen“, seufzt Romain Grosjean. „Q1 war gut, aber in Q2 tat ich mich sehr schwer. Unsere Höchstgeschwindigkeit ist nicht hoch genug, auch nicht mit halbleeren Tanks. Das macht Überholmanöver recht schwierig. Ich hoffe, dass wir mit einer guten Strategie und etwas Glück punkten können.“

Pastor Maldonado kann sein Rennen vom 13. Startplatz aus in Angriff nehmen und ist nicht ganz so unzufrieden wie sein Teamkollege. „Wir haben seit gestern große Fortschritte gemacht, vor allem wenn man unsere Probleme mit der Power Unit in Betracht zieht“, meint der Venezolaner. „Die Balance des Autos und auch die Leistung war heute doch deutlich besser. Vor allem die letzte Runde war recht gut, aber immer noch nicht so, wie wir es uns wünschen.“ Auch er sieht sich durch den Mangel an Geschwindigkeit einigermaßen beeinträchtigt.

Renndirektor Alan Permane ist sichtlich um Optimismus bemüht. Das Team tat sich sehr schwer, genug Grip zu finden und die Reifen auf die nötige und optimale Betriebstemperatur zu bekommen. „Da der E22 mit vollem Tank weit stabiler und besser zu fahren ist, hoffe ich, dass wir morgen mit einer klugen Strategie Punkte einfahren können“, hofft Permane.

 

 

 

 

 

 

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