Anfang 2017 ging bei McLaren die Angst um, dass Fernando Alonso aufgrund der schwerwiegenden Probleme mit dem Honda-Motor hinschmeißt und dem Team den Rücken kehrt. Das verrät McLaren’s Eric Boullier in der Doku ‚Grand Prix Driver‘, die ab 9. Februar auf Amazon Prime zu sehen sein wird.
Nach dem schlecht verlaufenen Vorsaison-Test in Barcelona war Boullier mit Alonso zum Abendessen verabredet. Er ahnte damals schlimmes: „Er wird sagen: ‚Wisst ihr was Jungs? Ciao bello'“, erinnert sich Boullier. „Er wird nicht bleiben, dessen war ich mich zu 100 Prozent sicher.“
Nach dem von unzähligen Problemen überschatteten Test war die Stimmung beim zweimaligen Weltmeister auf dem Tiefpunkt. „Nach diesem Test war Fernando ziemlich angepisst. Er hat offen gesagt, dass er sich überlegen muss, ob er weiter Rennen fährt, denn noch so ein Jahr würde er nicht überleben“, sagt Boullier.
Nach dem Test stand fest: mit Honda geht es nicht weiter
„Meine Sorge war damals, dass dann das ganze Team zusammenbrechen würde“, fürchtete der Franzose. „Ich kenne den Domino-Effekt. Wenn man schwach ist, kommen andere und werben ab wen sie wollen. Man braucht Jahre um ein Formel-1-Team aufzubauen, aber es reichen sechs Monate, um es einzureißen.“
Das konnte McLaren vor gut einem Jahr noch abwenden, doch nach der erschreckenden Vorstellung von Honda beim Test sei laut Geschäftsführer Jonathan Neale schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison intern klar gewesen, dass es mit dem japanischen Motorenlieferanten nicht weitergehe. „Da wurde eine rote Linie überschritten. Das war’s! Wir hatten schon einmal darauf vertraut, dass etwas passiert. Also mussten wir einen anderen Weg suchen“, sagt Neale. Dieser Weg führte McLaren schließlich zu Renault.
Die Dokumentation blickt auch hinter die Kulissen des Tests und zeigt bisher unveröffentlichte Mitschnitte des Boxenfunks. Daraus wird offensichtlich, wie gravierend die Probleme mit dem Honda-Antrieb waren. „Es ist zu gefährlich so zu fahren“, sagte Alonso damals schon nach der allerersten Runde. „Die Balance am Heck ist grausam, denn die Fahrbarkeit ist einfach schlecht. So können wir nicht testen.“
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