Massa warnt Leclerc vor öffentlicher Austragung der Konflikte

Felipe Massa rät Charles Leclerc zu mehr Geduld, auch wenn er den Frust des Monegassen nachvollziehen kann.

Der ehemalige Ferrari-Star warnte Leclerc im Sky F1-Podcast „Any Driven Monday“ davor, die internen Teamkonfrontationen öffentlich zu machen, zumal er auch seinen Anteil daran hätte, wie etwa bei seinen Fehlern in Paul Ricard und Imola.

“Er ist definitiv überhaupt nicht glücklich. Aber er muss geduldig sein, denn wenn er jetzt einen Kampf anfängt, wird es dem Team nicht helfen,“ so Massa.

„Charles, hat im vorletzten Rennen einen Fehler gemacht, er hat den Sieg weggeworfen. Er muss sich also gedulden, selbst wenn er mit den Entscheidungen, den Fehlern, die passieren, nicht zufrieden ist, muss er professionell darauf reagieren.“

Massa, der 2008 den WM-Titel mit Ferrari auf den letzten Metern in Interlagos verlor, weiß, dass man „nach Außen hin ruhig bleiben muss. Wenn Du beginnst, in der Öffentlichkeit Schmutzwäsche zu waschen, hilft es beiden Seiten nicht. Und das, auch wenn Ferrari in diesem Jahr mehr Fehler gemacht hat.“

Der Brasilianer bestritt zwischen 2006 und 2013 139 Grands Prix für die Roten und erinnert sich an seine Zeit mit Mattia Binotto.

„Ich kenne ihn sehr gut. Wir haben sehr lange zusammengearbeitet, er war Ingenieur der Motoren. Dann wurde er der Chef auf der Motorenseite, danach dann technischer Direktor und dann Teamchef, aber da war ich nicht mehr dabei.“

Massa beschreibt Binotto als „einen sehr guten Ingenieur und sehr professionellen Typ. Er versteht viel von der technischen Seite. Und er ist auch ein guter Kerl. Ich mag ihn auch als Mensch.“

„Aber am Ende muss das Ergebnis stimmen. Und wenn es nicht so kommt, wie es sollte, dann hat auch er seinen Anteil. Es muss auf jeden Fall ein bisschen mehr Ruhe ins Team kommen. Sie müssen verstehen, wieso derart viele Fehler in Bezug auf die Strategie passiert sind und immer noch passieren. Er muss die Dinge schnell umdrehen, sonst wird er dafür bezahlen müssen.“

Der 41-Jährige holte all seine elf F1-Rennsiege mit Ferrari und freut sich, dass die Scuderia wieder vorne mit dabei ist.

„Es ist schön, Ferrari wieder im Kampf zu sehen. Das ist allen klar. Ich denke, für die F1 war es sehr wichtig, dass Ferrari wieder Rennen gewinnt und um die Meisterschaft kämpft. Aber leider passieren in diesem Jahr so ​​viele Fehlentscheidungen oder es gibt zu viele Standfestigkeitsprobleme, die Ferrari vom Kampf um die Meisterschaft abhalten.“

 

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