Obwohl Red Bull dieses Jahr gut vorbereitet sein soll, zweifelt Helmut Marko an den Titelchancen seiner Mannschaft.
„Ich glaube, wir sind nicht in der Situation, dass wir dieses Jahr schon um eine WM fahren können“, sagt der Österreicher gegenüber ‚auto motor und Sport‘. Seiner Ansicht nach ist es kein großer Nachteil, wenn sich die Red Bull-Piloten Ricciardo und Verstappen auf der Strecke gegenseitig Punkte wegschnappen werden, während Mercedes und Ferrari irgendwann während der Saison voll auf Hamilton und Vettel setzen könnten.
Die Konkurrenz habe zwar Vorteile mit einer klareren Rollenverteilung, sollte man sich im Titelkampf befinden, „aber wenn man zwei gleich starke Fahrer hat, dann pushen die sich zu Höchstleistungen. Und sie pushen auch die Techniker und das Chassis zu Höchstleistungen“, meint Marko. „Wenn du nur einen hast, der das wirklich am Limit bewegt, dann weißt du nie so genau, wo du stehst.“
Doch was spricht aus der Sicht von Marko gegen den WM-Titel in der kommenden Saison? Der Österreicher sieht mögliche Probleme, was die Motorensituation angeht. Der Renault-Motor 2018 sollte zwar „standfest sein und mehr Leistung haben, und wir werden von Anfang an mit einem wettbewerbsfähigen Chassis fahren, aber Mercedes macht einen neuen Motor. Die Frage ist, ob der Vorsprung dann nicht noch größer ist.“
Immerhin sind die Signale, die aus der Renault-Antriebsfabrik in Viry kommen, positiv. „Sollte das Triebwerk das halten, was uns versprochen wird, dann sollten wir deutlich näher an Mercedes dran sein. Wir haben inzwischen auch einen Prüfstandslauf mit dem kompletten Auto durchgeführt. Das ist bis dato auch gut gegangen“, so Helmut Marko.
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