Mansell verteidigt Williams Paydriver-Entscheidung

Ex-Weltmeister Nigel Mansell glaubt, dass sich mit den millionenschweren Paydrivern Lance Stroll und Sergey Sirotkin bei Williams durchaus Erfolge erzielen lassen.

„Wenn der Wagen gut ist und sie bei einigen Rennen Glanzlichter setzen, werden sie hoffentlich nicht durchgereicht“, sagt Mansell über das Team, mit dem er 1992 den Titel geholt hat, gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘.

Dabei stimmt ihn jedoch nicht das fahrerische Talent der zwei Youngsters zuversichtlich, sondern der gesunkene Stellenwert der Fahrer. „Noch vor einigen Jahren – als es die ganzen elektronischen Hilfen nicht gab – hätte ich mir mit zwei jungen Piloten Sorgen gemacht. Mit so vielen Ingenieuren und Daten aber nicht mehr. Ein Formel 1-Auto fährt heute bis zu einem gewissen Tempo alleine“, so Mansell.

Mika Salo zufrieden

Ebenfalls zufrieden mit der Entscheidung von Williams ist Mika Salo – allein schon von Berufswegen. Der Ex-Formel 1-Pilot ist Sportdirektor des russischen Motorsport-Nachwuchsprogramms. Er hätte kein Problem damit gehabt, seinen Schützling Sirotkin anderswo unterzubringen. „Wir waren uns mit Williams sehr schnell einig, es wurde nicht lange verhandelt“, schildert er gegenüber dem Fernsehsender ‚MTV‘.

Von vielen Experten wird Stroll als durchschnittlich eingeschätzt, er könnte womöglich leichte Beute für Sirotkin sein. „Das Team ist gut, sein Stallgefährte ist jung und beide sind hungrig“, meint Salo über Sirotkin. „Sergey ist ein cleverer Bursche. Er kennt sich mit der Technik gut aus und hat dank Renault viel Erfahrung mit Formel 1-Autos.“ Er und Stroll seien in Sachen Grundspeed ’so ziemlich auf einem Level‘.

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