1992 wurde Nigel Mansell überlegen Formel 1 Weltmeister, nachdem er zuvor den Titel zweimal knapp verpasst hatte. Formelaustria bekam von „The Red 5“ ein spannendes Interview
Die Formel 1 Piloten fokussieren heutzutage komplett auf die F1. Dann gibt es noch Fernando Alonso, der bei den 24h von Daytona oder in der WEC an den Start geht. Wie siehst Du das?
Ich bin von Fernandos Geduld in den vergangenen Jahren beeindruckt, denn wenn man für McLaren fährt und Honda als Motorenlieferanten hat, sind die Ansprüche hoch. Trotz des fehlenden Erfolgs hat er seine Motivation behalten, was zeugt von einer starken Persönlichkeit zeugt. Sein Ausflug in die IndyCar Series war ein Erfolg. Es war wichtig für ihn, eine neue Disziplin zu erlernen, weil die IndyCar komplett anders ist. Wenn man sich falsch anstellt, zahlt man schnell Lehrgeld. In einem Oval bei ungefähr 400 km/h landest Du mit einer falschen Bewegung in der Mauer. In der Formel 1 hat man Auslaufzonen. Fernando hat daher auch wiederholt seinen Respekt gegenüber den Indy-Fahrern ausgedrückt und diese Erfahrung hat ihn sich auch zu einem besseren Fahrer gemacht.
Nico Hülkenberg hat 2015 mit Porsche die 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Würdest Du solche Stories gerne öfter sehen?
Früher gab es sowas viel öfter. Heute stehen diesen „Ausflügen“ oft Terminüberschneidungen oder Verträge im Weg. Sollte sich die Möglichkeit ergeben, sollten die Piloten das machen. Es ist gut für den Sport.
Ist es ein Zeichen der Veränderung, dass Fahrer unter der neuen Leitung von Liberty Media dazu neigen, neue Sachen auszuprobieren? Unter Bernie Ecclestone war das nicht möglich.
Vielleicht. Es ist gefährlich für einen F1 Piloten sich in einer anderen Rennserie zu versuchen. Blamiert er sich, wirft das ein schlechtes Bild auf die gesamte Formel 1. Man muss daher sehr vorsichtig sein, wo man fährt und wie man fährt.
Zwischen 1985 und 1987 sind sie bei Williams mit Honda Motoren ausgestattet worden. Können Sie sich die Probleme zwischen McLaren und Honda erklären?
Es wäre unfair nur einer Seite die Schuld für die Probleme zu geben. Es ist wie eine Ehe. Ich erinnere mich an die ganzen Erfolge, die ich mit Colin Chapman und Lotus hatte, aber auch an jene mit Williams und Honda. Wir haben zwei starke Parteien gesehen, die zusammen Macht waren. In dieser Kooperation hat es aber einfach nicht funktioniert. Ich bin genauso wie viele Fans enttäuscht, dass McLaren-Honda nicht die Ergebnisse lieferte, die man erwartet hatte.
Sicherheit ist in der F1 ein heiß diskutiertes Thema. Spätestens mit der Einführung des Halo. Wie war das damals bei Dir?
Ich bin kein Fan vom Halo. Als Rennfahrer muss man akzeptieren, dass eine gewisse Art von Gefahr besteht. Wir sind damals Autos gefahren, die eigentlich keinen Sitz hatten. Wir saßen am Boden des Autos mit ein wenig Polsterung. Wir hatten keine Auslaufzonen. Wenn man von der Strecke abkam, hatte man einen Riesenunfall. Viele Fahrer starben oder verletzten sich. Heutzutage sind die Autos dank der FIA und den Teams praktisch „kugelsicher“, was toll ist. Die Fahrer haben doppelt so lange Karrieren wie damals. Früher war bei 180 Rennen Schluss, heute fahren einige sogar fast 300. Das ist unglaublich.
Wenn Du das Sagen hättest, was würdest Du ändern?
Das ist eine schwierige Frage. In den 80er hatten wir 20-22 Boliden mit demselben Motor, dem Cosworth DFV. Das war ein Motor mit einem wundervollen Sound. Dann gab es noch die Ferraris, die Alfa Romeos und die Renaults mit einem anderen Antrieb. Man hatte ein Feld, das ziemlich auf gleichen Level war. Ich verstehe schon, dass sich die Technologie weiterentwickelt. Bei uns war man mit 100 Mitarbeitern ein großes Team. Heute arbeiten tausende von Personen an einem Fahrzeug. Man müsste auch die Geldverteilung überdenken. Einige Teams bekommen EUR 700 Mio, die anderen Teams kaum etwas. So kann es kein ausgeglichenes Feld geben.
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