Felix Rosenqvist gewann den prestigeträchtigen Macau-GP. Doch die Saison 2014 war dennoch eine Enttäuschung
Es ist eine Seltenheit, dass ein Fahrer vier Jahre in der F3-Europameisterschaft unterwegs ist und das auch noch mit ein und demselben Team. Felix Rosenqvist fährt seit 2011 für Mücke in der F3-EM, davor ging er schon 2010 im deutschen ATS-F3-Cup an den Start. Die Saison 2014 ist also schon die fünfte F3-Saison für den Schweden!
Mit dieser Erfahrung im Gepäck hatte Rosenqvist nur ein Ziel: Er musste den Titel 2014 gewinnen. Stattdessen wurde er am Ende nur Gesamt-Achter, mit gerade Mal einem Sieg – es war das schlechteste seiner vier Jahre in der F3-EM. Insgesamt gewann er 16 Rennen, die meisten im Vorjahr, als er mit Raffaele Marciello um den Titel fuhr, sich letztlich aber mit dem Vizetitel zufrieden geben musste.
Es war aber nicht die Niederlage gegen Marciello, die Rosenqvist ein weiteres Jahr in der F3-EM hielt. Der Grund war stattdessen der Mangel an Alternativen. Im Winter testete er zwar für das ISR-Team in der WSbR, aber das Geld langte nicht für den Aufstieg, deswegen setzte das tschechische Team sogar nur einen Dallara Zytek für Jazeman Jaafar ein.
Unklare Zukunft
Rosenqvist fuhr in diesem Jahr immerhin noch in der FA1 World Series. Zwei seiner vier Rennen konnte er im neu aufgelegten Nationencup mit dem 550 PS starken 3,4-Liter-V8 Lola Zytek auch gewinnen. Betreut wurde er dabei vom Performance-Team, mit dem er schon 2010 in der deutschen Formel-3 zusammenarbeitete. Aber die FA1 World Series konnte nicht ansatzweise an die alten glorreichen Tage der A1GP-Serie anknüpfen. Die Siege auch von Rosenqvist füllten selbst in Motorsport-Fachblätter nur Randspalten.
Die schwache F3-EM-Saison – er wurde auch vom wesentlich unerfahreneren Teamkollegen Lucas Auer (Neffe von GP-Sieger Gerhard Berger) geschlagen – und die Bedeutungslosigkeit der FA1 World Series haben die Chancen von Rosenqvist bei der Cockpitsuche für 2015 kaum gebessert. Doch der Sieg beim prestigeprächtigen Macau-GP dürfte helfen.
Talent hat der 23-Jährige auf jeden Fall: 2008 gewann er mit dem March3-Team die asiatische Formel-Renault, 2009 mit BS die schwedische und nordeuropäische Formel-Renault, auch in der F3-EM sammelte er jedes Jahr mindestens einen Sieg. Und der Macau-GP lebt nicht nur von der Geschichte und der Tradition, sondern auch von einem hochkarätig besetzten Feld. Auch in diesem Jahr waren neben den F3-Meistern der wichtigsten F3-Serien auch wieder prominente Gaststarter aus höheren Klassen dabei, wie Stefano Coletti (EuroInternational) aus der GP2 und Roberto Merhi (Double-R) aus der WSbR.
Felix Rosenqvist ist übrigens der zweite Schwede, der den Macau-GP gewinnen konnte. 1992 siegte bereits Rickard Rydell in einem TOM’s Toyota. Sein Teamkollege beim japanischen Rennstall war damals übrigens kein geringerer als der spätere F1-Champion Jacques Villeneuve. Rydell brachte es trotz seines Macau-Sieges nie in die Formel-1. In der Tourenwagen-Szene überzeugte er bis 2013 mit Siegen in der WTCC, sowie einem Meistertitel 1998 in der britischen Tourenwagenmeisterschaft (mit Volvo) und 2011 in der skandinavischen Tourenwagenserie (mit Chevrolet). 2007 gewann er zusammen mit David Brabham und Darren Turner in einem Aston Martin zudem die GT1-Klasse beim 24-Stundenrennen von Le Mans.
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