Letzter Ausweg: Budgetobergrenze

McLaren-Teamchef Andreas Seidl ist der Meinung, dass sein Team es auch mit Mercedes, Red Bull und Ferrari aufnehmen kann, allerdings erst, wenn die Budgetobergrenze eingeführt wird.

McLaren zählt zu den erfolgreichsten Teams der F1-Geschichte und hat insgesamt acht Mal die Konstrukteurswertung gewonnen. Nur Ferrari und Williams können mehr Gewinne verzeichnen. Derzeit befindet sich McLaren allerdings in einem Tief, aus dem sie, wie es scheint, nun langsam wieder rauskommen. Seit nun mehr zwei Jahrzehnten konnten das Team aus Woking keinen Titel mehr holen.

Nun scheint sich aber ein Aufwärtstrend zu zeigen, McLaren befindet sich derzeit auf dem vierten Platz in der Wertung. Allerdings ist man als „Best of the rest“ in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit noch immer weit hinter den Top-3. McLaren-Teamchef Andreas Seidl glaubt aber, dass sein Team nun alle Voraussetzungen erfüllt, um um den Titel zu kämpfen. Ein Faktor fehlt aber, nämlich die Budgetobergrenze. „Es ist eine Tatsache, dass wir als Team weit hinter den Möglichkeiten sind, die wir haben – Infrastruktur, Budget, Know-how.“, meint Seidl zu ‚Autosport‘. „Wir sollten mit dem, was wir haben, besser sein. Ich bin nicht jemand, der immer nach Ausreden im Rahmen der Vorschriften oder Budgetunterschieden sucht.“

„Im Moment geht es mir vor allem darum, das Potential des Teams unter den gegebenen Umständen freizusetzen.“, meint Seidl. DasReglement 2021 soll dabei ausschlaggebend sein, das, laut Seidl, hoffentlich in die richtige Richtung geht. „Eines ist klar: Wenn wir in Zukunft wettbewerbsfähig sein und mit den anderen kämpfen wollen, brauchen wir gleiche Wettbewerbsbedingungen.“ Daher sieht Seidl die Budgetobergrenze als einzige Lösung, um an Mercedes, Ferrari und Red Bull heranzukommen. „Für ein Team wie uns ist die Budgetobergrenze der einzige Weg, wie wir jemals wieder mit den drei großen Teams kämpfen können.“

Derzeit belegt McLaren mit bisher 52 gesammelten Punkten den vierten Platz in der Konstrukteurs-WM.

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