Leclerc von Rivalitätsgerüchten mit Hamilton genervt

Charles Leclerc hat sich unzufrieden über die intensive öffentliche Beobachtung seiner Zweikämpfe mit Lewis Hamilton in dieser Saison geäußert.

„Natürlich gab es Momente, in denen ich zu weit gegangen bin, oder in denen Lewis zu weit gegangen ist. Aber ich denke, der Schlüssel liegt darin, darüber zu sprechen.“

„Ich bin jetzt seit 2019 bei Ferrari und weiß, wie sehr alles, was wir tun, überanalysiert und übermäßig diskutiert wird – und sehr oft sind die Schlussfolgerungen, die nach solchen Duellen gezogen werden, falsch,“ zeigte sich Leclerc fast genervt.

„Man muss nur mit Lewis sprechen, um zu verstehen, dass wir das schon unser ganzes Leben lang machen. Wir wollen beide gewinnen; es gibt einen Wettbewerb, aber wir wollen auch als Team siegen und Ferrari letztlich zum Erfolg führen. Das hat Priorität.“

Ganz im Gegenteil zur oft kolportierten Rivalität hat Leclerc eine ganz andere Sicht der Dinge: „Ich genieße die Duelle mit Lewis. Genau das macht die Formel 1 so spannend: gegen die Besten zu kämpfen. Und Lewis gehört definitiv dazu. Für mich ist das eine große Herausforderung, aber es macht mir Spaß.“

Der Monegasse sprach zudem die Notwendigkeit klarerer Regeln für das Verhalten der Ferrari-Piloten untereinander an und betonte, dass der Vorfall in Monza eine Ausnahme gewesen sei.

„Sicher, ich habe ja schon mehrfach gesagt, dass wir so etwas wie in Kurve 2 in Monza nicht noch einmal sehen wollen. Von meiner Seite aus war das zu viel des Guten. Aber ich habe solche Situationen schon erlebt, und es ist eigentlich klar, dass man dafür nicht unbedingt Regeln schriftlich fixieren muss. Die Sache ist eindeutig genug.“

„Aber noch einmal: Ich habe das Gefühl, dass alles übermäßig diskutiert und analysiert wird, sobald es um die roten Autos geht – und das ist nicht wirklich fair. Wenn man sich in Monza die vier Topteams ansieht: Bei dreien gab es ähnliche Duelle, bei denen ein Auto im Gras landete. Doch am Ende reden alle nur über die roten Autos. Das finde ich nicht fair.“

 

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