Kubica ist bereit für die Formel 1

Robert Kubica hat seine Testfahrten am Hungaroring mit einem Renault F1 Generation 2017 mit Bravour erledigt und scheint bereit für eine Rückkehr in der Grand Prix Zirkus. Formelaustria.at sprach mit ihm danach

Robert, zunächst Gratulation zu diesem Comeback! Wie geht’s Dir? Die Haupttribüne war ja voll mit Deinen Fans!

Ich bin natürlich mit gemischten Gefühlen in den Test gegangen. Es stand viel auf dem Spiel. Aber die Fans waren der absolute Wahnsinn. Ich war wirklich beeindruckt und bedanke mich auf diesem Weg nochmals.

Wie war es nach Deinen Tests mit älteren F1 Boliden nun mit einem 2017er Modell fahren?

Ich habe vor allem die Wagenbreite unterschätzt. Das Auto war völlig anders als die früher, und auch wie der 2012er Renault mit dem ich vorher getestet habe.

Wieso kam es gerade hier zu Deiner Generalprobe?

Der Hungaroring ist eine physisch sehr anstrengende Strecke. Wir waren uns darüber im Klaren, dass wenn ich hier fahren kann, dann kann ich es überall. Ich habe 140 Runden abgespult, also zwei Grand Prix Distanzen.

Und wie geht es Dir körperlich nun?

Es war schon anstrengend und nicht einfach. Das möchte ich auch gar nicht verschleiern. Aber die Fitness war OK. Ich hätte schon vor einigen Jahren wieder

Das klingt als wärst Du nicht ganz zufrieden?

Nicht zu 100%. Am Vormittag lief es nicht rund. Ich war geistig noch nicht bereit. Am Nachmittag fühlte ich mich dann viel besser, völlig verändert.

Wurde für Dich etwas am Auto umgebaut?

Nein, es wurden keine speziellen Änderungen für mich am Lenkrad vorgenommen. Nur die Gangschaltung wurde anders platziert. Die Bewegungseinschränkungen sind noch dieselben wie vor zehn Monaten. Aber ich habe mich akribisch vorbereitet, weil ich wusste, wenn ich die Chance bekomme, muss ich sie nutzen. Ich hatte heute absolut keine Schmerzen. Nur die Hitze war heftig, aber wohl für alle.

Was sagst Du zu Deinen Rundenzeiten im Vergleich zum Grand Prix am Wochenende?

Gar nichts, weil ich die Zeiten, die beim Grand Prix gefahren wurden, ehrlich nicht weiß. Mir war vor allem wichtig, dass ich viele Runden fahren konnte und nicht von der Strecke fliege.

Wie geht’s nun weiter?

Damit habe ich mich noch nicht beschäftigt. Ich denke nur an den Heimflug morgen und nicht weiter. Wenn ich hätte wollen, hätte ich schon vor einigen Jahren testen können. Aber ich wollte bereit sein und das war ich vorher nicht. Die letzten sechs Jahre bestanden aus einzelnen Abschnitten der Vorbereitung.

Wie darf man das verstehen?

2013 hielt ich eine Rückkehr für unmöglich. Heute halte ich nichts mehr für unmöglich. Noch vor vier Monaten war ich auf einem völlig anderen Level. Mein Ziel es ist natürlich wieder Formel 1 zu fahren. Aber ich weiß heute viel mehr über die Serie als damals und daher weiß ich auch, dass man realistisch bleiben muss.

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