Die Diskussion um Nico Rosbergs Qualifying-Manöver kommt nicht zur Ruhe: Jetzt erklärt Rennkommissar Derek Warwick, wieso er den Monaco-Sieger freisprach.
Nico Rosbergs umstrittener Qualifying-Zwischenfall in der Mirabeau-Kurve löste die Eiszeit zwischen ihm und seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton aus. War es Absicht, wie 2006 bei Michael Schumacher, oder tatsächlich ein Fahrfehler, der für gelbe Flaggen sorgte und schließlich die Versuche von Lewis Hamilton und den Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo vereitelte, den Deutschen von der Pole zu verdrängen?
Warwick traf mit Kollegen die Entscheidung
Jetzt spricht der Mann, der gemeinsam mit seinen Rennkommissar-Kollegen Paul Gutjahr und Jose Abed die Entscheidung traf, Nico Rosberg nicht zu bestrafen: Derek Warwick. Der ehemalige Formel-1-Pilot ist bekannt dafür, mit den Piloten besonders hart ins Gericht zu gehen. Doch warum ließ er den späteren Sieger davonkommen? „Ich weiß, dass es Verschwörungstheorien gibt, aber es gibt keinen ehrlicheren Fahrer im Grand-Prix-Sport als Nico“, hat der Brite gegenüber keine Zweifel an Nico Rosbergs Unschuld. „Er hat gesagt, dass er einen Fehler gemacht hat, zu schnell war, zu spät gebremst hat und die Hinterräder blockierten.“
Rennkommissare hatten alle Daten
Hatte Derek Warwick keine Zweifel an der Version des Deutschen? „Natürlich hatte ich die“, sagt er. „Ich bin ja schon lange dabei, und ich habe es schon oft erlebt, dass Leute versuchen, mir Sand in die Augen zu streuen.“ Aus diesem Grund untersuchten die Rennkommissare die Angelegenheit laut Derek Warwick besonders sorgfältig: „Es handelt sich um eine große Sache, wenn man die Entscheidung trifft, einen Fahrer ans Ende der Startaufstellung zurück zu versetzen. Da ist es von doppelt so großer Bedeutung, keinen Fehler zu machen, denn es könnte sich auf so viele Dinge auswirken – wahrscheinlich den Ausgang des Rennens und vielleicht der Weltmeisterschaft.“
Keine Strafe für Rosberg
Wie man schließlich zum Schluss kam, Rosberg freizusprechen? „Wir hatten alle Mercedes-Daten, außerdem haben wir Lewis‘ Daten über die von Nico gelegt. Wir hatten die Daten der FIA, hatten Onboard-Aufnahmen, die Totale und Streckenaufnahmen. Wir hatten die Gaspedal-Daten, die Bremsdaten, also alles, was wir brauchten, um – hoffentlich – die richtige Entscheidung zu treffen.“
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