Lukas Dunner, ein aufstrebendes junges Talent aus Wien, hat uns ein paar Fragen zu seinen Plänen im Motorsport beantwortet und er erzählt uns, wie er eigentlich zum Motorsport kam.
Wie bist du zum Motorsport gekommen, hat es ein Ereignis gegeben, dass den Ausschlag gab?
Schon seit meiner Kindheit war ich voll in den Motorsport verliebt. Eines Tages gingen mein Vater und ich in der Speedworld Buggy fahren und ich merkte schon beim Buggy fahren, das macht mir einfach mega Spaß, also gingen wir danach auf die Rennstrecke und ich führ ein paar Runden mit einem ganz kleinen Kart. Bei diesen Runden merkte ich, dass Motorsport einfach das Tollste ist und ich konnte dann einfach nicht mehr aufhören…
Wie sieht ein typischer Tag im Leben des Lukas Dunner aus?
Also normalerweise, wenn keine Rennen sind, gehe ich in die Südstadt in die Liese Prokop Privatschule und bin im ÖLSZ, österreichisches Leistungszentrum für Hochleistungssportler, und mache dort eine Ausbildung zum Handelskaufmann! Dazu trainiere ich beinahe jeden Tag, manchmal auch 1-2-mal. Zuhause bereite ich mich dann immer für die nächsten Rennen vor oder ich treffe mich mit Freunden, wenn die Zeit dafür bleibt!
Wie ist deine Saison in der SMP F4 NEZ aus deiner Sicht bisher verlaufen? Bist du zufrieden?
Ich glaube, dass diese Saison in der SMP Formel 4 NEZ viele Aufs und Abs hatte, generell bin ich sehr zufrieden wie ich mich entwickelt habe, auch wenn ich generell IMMER gewinne will, das war das härteste heuer. Am Anfang musste ich kämpfen in die Top 10 zu fahren und am Ende kämpfte ich um Podiums! Ich hatte auch eines und war kurz davor ein zweites zu holen, ein paar Mal war ich sehr nah am Podium, ein Highlight war sicher Assen, wo ich den Formel Renault Academy Fahrer Lundgaard bei nassen Bedingungen überholen konnte und kurzzeitig in Führung lag. Ich bin auch mega zufrieden was ich in einem Jahr alles lernen konnte und freue mich schon auf 2018!
Was sind die Ziele für das letzte Saisonrennen in Assen?
Ich habe mich lange auf Assen vorbereitet, ich wusste, dass es ein gutes Wochenende wird, für mich, obwohl ich es noch nicht in Resultate umwandeln konnte, wahrscheinlich meine beste Performance heuer, weil ich aus eigener Kraft in Führung gehen konnte und außerdem es nicht mein Verschulden war, dass es nicht fürs Podium gereicht hatte, das einzige was ich anders machen hätte können, wäre sicher auf Platz zwei ins Ziel zu fahren, aber ich wollte gewinnen …
Wie hoch siehst du die Leistungsdichte in der SMP F4 NEZ?
Ich glaube das sich die SMP Formel 4 NEZ sehr gut entwickelt über die Jahre und dass jedes Jahr mehr und besserer Fahrer dazu kommen werden, für mich der beste erste Schritt nach dem Kartsport, wir haben uns alle Varianten vorher genau angeschaut und überprüft. Dieses Jahr war das Fahrerlager sehr gut besetzt und es war nicht einfach, gleich am Anfang vorne mitzufahren. Ich denke, dass die Fahrer dieses Jahr sehr diszipliniert waren und es ganz ganz wenige Safety-Cars gab, was natürlich alles schwerer machte. Ich glaube auch, dass dieses Jahr viele Talente wegen der SMP Formel 4 NEZ Championship aufsteigen können und sich in den weiteren Jahren beweisen werden!
Du fährst in der Rennserie auch gegen Frauen. Wie siehst du die Chancen, dass eine Frau in Zukunft auch mal ein Rennen in der Formel 1 bestreitet?
Puh schwere Frage, da ich das sehr schlecht einschätzen kann. Ich denke, dass manche von ihnen wirklich sehr stark sind und sicher weit kommen können in ihrer Karriere und bin mir sicher, dass es bald einmal eine schaffen wird! Ich würde es cool finden, denn es zeigt, dass auch Mädchen Buben im Motorsport schlagen können!
Wie sieht dein mittelfristiger Karriereplan aus?
Wir haben zwei Optionen. Eine ist die deutsche und italienische Formel 4 mit Prema, mit denen haben wir getestet, die andere ist in die Euroformula Open, eine regionale Formel 3, die auch mein Teamkollege bei 1st MILE schon gemacht hat, der Ferdinand. So wie es aussieht werden wir jetzt noch bis Ende des Jahres ordentlich testen, und dann schauen wie es laufen wird! Persönlich tendiere ich eher in Richtung EF Open, weil das Auto einfach so genial ist, auch wenn die Möglichkeit mit Prema zu fahren auch sehr genial sein kann, die haben in den letzten Jahren alles gewonnen.
Hast du einen Plan B, sollte es mit der Motorsportkarriere nicht klappen?
So viele Gedanken habe ich mir darüber noch nicht gemacht, aber wenn es nicht klappen sollte, dann würde ich mir vorstellen können entweder in den Firmen meines Vaters zu arbeiten die die Firmen meines Vaters irgendwann zu übernehmen oder mit meinem Kollegen Ferdinand Habsburg ein Team mal zu gründen oder vielleicht mal wie Niki Lauda Teil eines Teams zu sein!
Viele Rennfahrer gelten als ein wenig abergläubisch. Gibt es bei dir auch ein bestimmtes Ritual, welches du vor den Rennen vollziehst?
Also meistens wärme ich mich auf und gehe die Strecke im Kopf durch! Aber ich bete auch zu Gott und ich habe ein Armband und das halte ich dabei fest!
Die Formel 1 Saison ist gerade zu Ende gegangen. Für wen schlägt dein Herz?
Ich habe mich riesig gefreut, dass mein Idol Lewis Hamilton den Titel geholt hat. Er war für mich der beste Fahrer dieses Jahr! Er hat megahart gekämpft und auch in schlechten Tagen hat er nie die Freude und den Ehrgeiz verloren! Er hat einfach immer geliefert, tolle Leistungen gebracht, wenn es darauf ankam! Für mich ist er der beste Fahrer, den ich je gesehen habe!
BREAKING NEWS: Williams in Barcelona nicht bei Tests!
Atlassian Williams F1 Team wird aufgrund unvorhergesehener Umstände nicht am Preseason Test in Barcelona teilnehmen!
Audi F1 Team launcht eigene Akademie
Das Audi Revolut F1 Team hat den Launch seines Fahrerentwicklungsprogramms bekanntgegeben.