Ab dieser Saison postet Nico Hülkenberg auf der Business-Plattform LinkedIn regelmäßig Beiträge zu aktuellen F1 Themen. Da nicht alle Formelaustria Leser Zugang zu dieser Plattform haben, präsentieren wir „Hülk“s Postings auf unserer Website
Nach einer der spektakulärsten und spannendsten Formel-1-Saisonen, die wir je hatten, erwartet uns eine große Auto-Revolution. Das Ziel: Die Show mit knapperen und noch intensiveren Rennen zu verbessern, und die Startaufstellung näher zusammenzubringen. Die Fähigkeiten und das Talent der Fahrer sollen wieder an Bedeutung gewinnen. Nach der Einführung des Budget Caps 2021, ist das die zweite große Veränderung und der Beginn einer neuen Ära.
Zu diesem Zweck wurde in Zusammenarbeit zwischen F1 und der FIA ein Fahrzeugmodell entwickelt, das deutlich weniger so genannte „Dirty Air“ produzieren soll. Theoretisch sollte das hinterherfahrende Auto daher in den Kurven viel besser folgen können und dadurch verbesserte Überholmöglichchancen haben. Diese Entwicklung interessiert mich natürlich, weshalb ich mir das zukünftige Auto bereits genauer angeschaut habe.
Auffällig ist, dass die Autos futuristischer aussehen und künftig 18-Zoll- statt 13-Zoll-Felgen haben. Für die Sicht des Fahrers machen diese größeren Reifen übrigens keinen Unterschied. Der Fahrer sieht nur mehr Felge statt die Reifenwand wie in der Vergangenheit. Ansonsten unterscheidet sich das neue Modell von seiner alten Version von vorne bis hinten, vor allem unter der Karosserie wird es bei manchen Teams ganz anders aussehen. Alle Änderungen hier im Detail aufzulisten, würde in einem Buch enden, also konzentrieren wir uns auf die Auswirkungen. Sie sollten etwas langsamer, aber anspruchsvoller zu fahren sein, mehr den Fahrer in den Mittelpunkt rücken, ihn den Unterschied machen lassen, anstatt durch die Leistung des Autos und die Aerodynamik zu dominieren.
Nach meiner ersten Erfahrung sind die neuen Autos jedoch verdammt schnell und nicht wirklich langsamer als die letzte Generation. Auch am Fahrerlebnis hat sich – zumindest im Simulator – nicht viel geändert. Es wird sehr interessant sein zu sehen, ob diese Autos dem Vordermann wirklich besser folgen können. Im Simulator sind die Kurvengeschwindigkeiten extrem hoch, so dass die Gefahr von „Dirty Air“ noch gegeben ist, und ich kann mir kaum vorstellen, dass es bei diesen Geschwindigkeiten einfach sein wird, einem anderen Auto bequem zu folgen. Wie auch immer, ich hoffe, wir werden positiv überrascht. Sobald die Pre-Season Tests beginnen, werden die Fahrer und Teams herausfinden, wie sich die Autos auf der Strecke wirklich verhalten.
Ich bin auch gespannt, welches Team und welcher Fahrer am besten starten. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, und die Jungs, die schnell lernen, sich schnell anpassen und sich gut an neue Bedingungen anpassen, werden zunächst ganz vorne mit dabei sein. Im Laufe des Jahres können sich die Dinge dann wieder ändern, weil es für alle Beteiligten eine enorme Lernkurve sein wird. Die Entwicklungsteams sind dabei, die Hackordnung in einer so langen Saison zu verschieben. Für Prognosen ist es noch zu früh, obwohl ich mich sehr wundern würde, wenn die Top-Teams der Vorjahre nicht wieder ganz vorne mit dabei wären.
Over & Out Hulk
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