Nyck de Vries ist seinen Job bei der Scuderia AlphaTauri seit gestern los.
Der 28-jährige Niederländer ist aber bei weitem nicht der erste Red Bull Pilot, den Motorsportberater Helmut Marko mitten in der Saison „gestanzt“ hat.
- 2005 teilten sich Vitantonio Liuzzi und Christian Klien einen Sitz bei RBR. Für 2006 wurde Liuzzi aber gestrichen.
- Mitte 2006 waren Marko aber auch die Leistungen von Klien nicht gut genug und Robert Doornbos wurde für die letzten drei Rennen geholt. Der Holländer wurde zweimal 12. und einmal 13.
- 2007 war auch für Doornbos kein Platz mehr und Mark Webber bekam stattdessen den Sitz – auch, weil sein Manager, Flavio Briatore, den „Bullen“ sonst die Renault-Motoren nicht gegeben hätte.
- Ebenfalls 2007 wurde Scott Speed nach mittelmäßigen Auftritten, aber vor allem indiskutablem Verhalten gefeuert. Für ihn kam Sebastian Vettel von BMW Williams.
- 2009 musste ChampCar Rekordsieger Sébastien Bourdais bei Toro Rosso die Segel streichen. Seinen Sitz bekam der damals unbekannte Jaime Alguersuari – Bourdais hatte zweimal gepunktet, der Spanier danach fünfmal DNFs in acht Rennen, P14 als bestes Ergebnis.
- Ende 2011 war dann Markos Geduld bei Alguersuari abgelaufen, obwohl er fast doppelt so viele Zähler einfuhr wie Buemi, der gleich mit die Koffer packen durfte. Jean-Éric Vergne und Daniel Ricciardo übernahmen deren Rennsitze.
- Auf die Saison 2015 hin, wurde „last minute“ der Vertrag von Vergne durch Marko – entgegen seiner mündlichen Zusage zum Franzosen – einseitig gekündigt, damit ein Platz bei Toro Rosso für Verstappen frei wurde.
- Auch 2015 beförderte Red Bull Daniil Kvyat von Toro Rosso, doch als im Frühling 2016 Rohdiamant Verstappen ausreichend Erfahrung im F1 Renner hatte, wurde der Russe wieder zurückversetzt und 2017 entlassen.
- 2017 klagte sich Carlos Sainz bei Toro Rosso aus seinem „Knebelvertrag“ und zog zu Renault um. Kvyat wurde wieder zurückgeholt. Pierre Gasly, der gleichzeitig noch in der Super Formula in Japan fuhr, sprang immer wieder ein. Für Sainz kam Langstrecken-Ass Brendon Hartley, der sich in der Formel 1 aber nicht zurechtfand.
- Hartley erhielt einen Tag nach dem Saisonfinale 2018 in Abu Dhabi den „blauen Brief“ von Marko und wurde für 2019 durch Alex Albon ersetzt. Gasly wurde Stallgefährte von Max Verstappen bei RBR. Kvyat wurde erneut zu Toro Rosso geholt.
- Nach der Sommerpause 2019 saß aber plötzlich Albon im Red Bull Boliden und Gasly wieder im Toro Rosso. Albon wurde von Marko jedoch ständig unter Druck gesetzt und letztlich Ende 2020 verabschiedet.
- Für 2021 holte der Österreicher Sergio Pérez als Stallgefährten von Verstappen, kritisierte ihn aber praktisch vom ersten Rennen an.
Nun das jüngste Kapitel in „Helmuts lustigem Fahrer-Karussell“. Ob Routinier Ricciardo mehr aus dem wirklich schwachen Alpha Tauri herausholen wird, wissen wir spätestens in Abu Dhabi…..
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