Hinter dem souveränen Silberpfeil-Duo Hamilton und Rosberg entbrannte ein wilder Kampf um den letzten Stockerlplatz zwischen Ferrari und Red Bull
An der Spitze hatte Lewis Hamilton alles unter Kontrolle und knabberte mit seinem 51. Grand Prix Sieg wieder ein bisschen vom Vorsprung des Stallgefährten und WM-Leaders Nico Rosberg ab. „Nico hat einen guten Job gemacht und das nötige Ergebnis geholt. Ich aber auch und mehr kann ich nicht tun“, so der Brite, der den Rückstand von 26 auf 19 Punkte runterschrauben konnte. Dennoch zeigte sich Rosberg noch gelassen. „Lewis war heute einfach schneller als ich, aber Platz 2 ist auch OK. Es gibt noch zwei Rennen und wenn ich eines davon gewinne, bin ich am Ziel.“
Hitziges Duell zwischen Rot und Blau
„Ich weiß nicht, bin ich der einzige, der das sieht? Der versucht mich aufzuhalten, dass Ricciardo mich einholt. Scheiß auf Charlie (Whiting, Renndirektor)“, schrie ein heranstürmender Sebastian Vettel in den Bordfunk als er nicht und nicht an Red Bull Pilot Max Verstappen vorbeikam. Der Niederländer wehrte sich vehement, aber nicht regelwidrig. Dennoch brummten ihm die Stewards am Ende eine 5-Sekunden-Strafe auf und er verlor so zwei Ränge. „Für uns total unverständlich. Max hat nichts Anderes getan wie Hamilton und Rosberg in der Startphase“, so Red Bull Motorsportdirektor Helmut Marko. Wenn schon eine Strafe, hätte sich der Österreicher eine Ahndung von „Vettels Bremsmanöver gegen Ricciardo“ gewünscht. „So etwas habe ich noch nie gesehen, wie er herübergezogen ist. Am besten wäre gewesen, die Stewards hätten es so laufen lassen. Es ist total schade, wenn es jetzt mit Strafen total durcheinandergewirbelt wird.“ Verstappen wurde von der Siegerehrung verwiesen und seinen Platz erbte Vettel.
FIA Stewards inkonsequent
Wieder einmal mangelte es den FIA Stewards an Konsequenz. Wenn sie Verstappens Manöver ahnden, hätten sie bereits die beiden Mercedes-Piloten zu Beginn belangen und schließlich auch noch Vettel einen Penalty für den Spurwechsel in der Bremszone aufbrummen müssen. Doch leider fehlt es bei diesen Beurteilungen schon seit mehreren Saisonen an der nötigen Stringenz. „Ich hatte ein tolles Rennen, auch wenn ich am Ende auf Seb angefressen war. Wenn ich da nicht hinüberlenke, crashen wir. Er hat mir die Aufhängung leicht beschädigt und damit war das Stockerl für mich dahin,“ präsentierte sich der eigentlich leidtragende Ricciardo aber enorm fair.
Sauber ganz knapp dran
Das Sauber Team mit Teamchefin Monisha Kaltenborn präsentierte sich in Mexiko stark verbessert, scheiterte aber denkbar knapp am ersten Punktgewinn des Jahres. Besonders Marcus Ericsson zeigte auf: Nachdem der Schwede in der ersten Runde von Pascal Wehrlein im Manor abgeschossen wurde, zog er die harten Reifen auf und kämpfte sich auf Platz 11 zurück. Leider der erste Rang außerhalb der Punkte. Teamkollege Felipe Nasr wurde nach einem verkorsten Grand Prix 16. „Marcus hat einen tollen Job gemacht. Leider ist heute nur ein einziges Auto ausgeschieden“, so Kaltenborn. Der Rennstall aus Hinwil liegt aktuell punktelos am Ende der Teamwertung, doch Manor hat auch nur einen Zähler am Konto. Daher will man unbedingt noch an den Briten vorbeiziehen um Platz 10 der Wertung zu holen und so noch eine Millionenförderung von Bernie Ecclestone zu kassieren.
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