Heimsieg für Red Bull in Spielberg?

Red Bull Ring_Spielberg_Foto Grasser Racing TeamRed Bull hat mit dem Kanada-Sieg von Daniel Ricciardo ein Ausrufezeichen gesetzt – In Spielberg will man unbedingt gewinnen, auch wenn Mercedes stärker ist.

Ricciardo freut sich auf sein Erstes mal am Red Bull Ring

Eines ist sicher, der Kanada-Sieg von Daniel Ricciardo hat Red Bull zusätzlichen Druck für den Österreich-Grand-Prix auferlegt. Der Australier selbst, sieht die Sache sehr gelassen und freut sich auf Spielberg: „Es ist großartig nach einem tollen Wochenende in Kanada, zum Red-Bull-Heimrennen zu kommen.“ Doch Daniel Ricciardo könnte einen Nachteil haben, denn er ist, wie einige andere seiner Kollegen auch, noch nie ein Rennen auf dem Kurs in der Steiermark gefahren. Einzig ein paar Runden im Zuge eines Filmdrehs kann Daniel Ricciardo als Erfahrung für sich verbuchen.

„Es ist ein ordentlicher Kurs, nicht der längste und auch nicht mit vielen Kurven, aber was dort ist, ist gut. Es ist sehr seltsam an eine Strecke zu kommen, die eigentlich neu ist, aber an einem Ort, wo schon Renngeschichte geschrieben wurde“, spielt der Australier auf die Geschichte des Motorsports in der Region an. Schon Anfang der Sechzigerjahre fanden auf dem Militärflugplatz in Zeltweg Rennen statt. Somit hat der Motorsport im Murtal eine lange Tradition. Daniel Ricciardo glaubt daher auch, dass ihn viele Fans am 22. Juni zujubeln werden: „Man hört, dass dort in den Bergen eine riesige Menschenmenge sein wird und ich bin mir sicher, dass die Rückkehr des Österreich-Rennens gut sein wird.“

Spielberg kommt den Bullen nicht gerade entgegen

Ob Daniel Ricciardo jedoch gleich seinen zweiten Sieg in Serie feiern wird, ist mehr als fraglich. Denn in Kanada konnte Red Bull nur aufgrund des Pechs der Mercedes-Truppe siegen. Außerdem ist der Kurs in den Bergen für seine schnellen Geraden bekannt, was der Leistung des Mercedes-Motors zu Gute kommt. Das teaminterne Red-Bull-Duell dürfte dabei schon für mehr Spannung sorgen. Immerhin führt hierbei Daniel Ricciardo mit 18 Zählern vor Sebastian Vettel, wenn man die WM-Tabelle betrachtet. Im Qualifying-Vergleich steht es fünf zu zwei für den Teamkollegen.

Vettel fühlt sich an die Schweiz erinnert

Der Deutsche ist froh, dass in Österreich wieder gefahren wird. Ihm gefällt vor allem die ruhige Atmosphäre: „Die Strecke ist sehr schön, nicht nur der Kurs sondern die ganze Region. Die Rennstrecke liegt inmitten einer wunderschönen, natürlichen Landschaft. Es gibt nicht viele Ablenkungen dort, es geht einfach ums Rennfahren.“ Die Landschaft dürfte den Wahl-Schweizer auch ein wenig an seine Heimat erinnern. Sebastian Vettel sollte in Spielberg aber nicht nur den Kühen beim Grasen zusehen, sondern muss aufpassen, dass ihm sein Teamkollege nicht endgültig die Show stiehlt. Denn eine baldige Vertragsverlängerung für Daniel Ricciardo und der Umstand, dass Designchef Adrian Newey sich bald anderen Tätigkeiten verschreiben wird, werden die Bedingungen für Vettel bei Red Bull nicht einfacher machen. Ein Heimsieg wäre ein kräftiges Lebenszeichen und auch der Beweis, dass die „Gurke“, wie er seinen RB10 erst kürzlich genannt hatte, doch mit Mercedes mithalten kann.

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