Hamilton behält den Durchblick

20161112203039_150Im Regenchaos von Interlagos holte sich Lewis Hamilton den 52. Karrieresieg und hält damit die Titelentscheidung weiterhin offen – WM-Leader Rosberg wurde Zweiter

Wie ein Skispringen, das durch zu hohe Windgeschwindigkeiten immer wieder unterbrochen wird, peitschte FIA Rennleiter Charlie Whiting den Brasilien Grand Prix 2016 durch. Immer wieder rückte das Safety Car aus, mehrfach schwenkte man die rote Flagge zum Rennabbruch. Doch am Ende gab es einen absolut verdienten Sieger Lewis Hamilton, der mit dem dritten Sieg in Serie den Rückstand auf Teamkollege Nico Rosberg, der Zweiter wurde, wieder verkürzen und so seine Chance auf die abermalige Titelverteidigung wahren konnte. „Ich bin so happy. Es war ein sehr schwieriges Rennen. Man durfte sich keinen Fehler erlauben und musste die Konzentration immer hochhalten, was besonders durch die roten Flaggen erschwert wurde“, analysierte Hamilton. Der Brite fliegt „mit demselben Plan nach Abu Dhabi. Ich muss auch dort gewinnen und dann sehen, wo Nico ins Ziel kommt.“

nico-rosberg-mercedes-f1-brazil-2016-3WM Leader im Schongang

Rosberg kam auf P2 ins Ziel und hält nun bei zwölf Zählern Vorsprung. „Heute war kein leichtes Rennen. Ich habe relativ bald gemerkt, dass Lewis heute zu schnell ist. Daher habe geschaut, dass ich genau hinter ihm lande“, so der Deutsche. Allerdings sah das zwischenzeitlich nicht immer so aus, denn Red Bull Mann Max Verstappen hatte ihn rasch überholt. „Max war rasant unterwegs und hat viel riskiert. Aber durch seinen Boxenstopp konnte ich wieder vorbeiziehen.“ Rosberg genügt somit beim Saisonfinale in Abu Dhabi ein dritter Rang zum Titel, auch wenn Hamilton gewinnt. Verstappen fiel durch mehrere Stopps aus den Punkterängen, fightete sich aber bis zur Zielflagge mit sehenswerten Manövern noch aufs Podium zurück. „Einfach nur geil. Ich hatte heute unglaublich viel Spaß da draußen“, strahlte Verstappen jr.

gettyimages-622844402_bywb0soSauber atmet auf

Unerwartet spannend war auch der Kampf um Platz 10 in der Konstrukteurswertung. Denn durch das chaotische Rennen lagen phasenweise zwei Manor und ein Sauber in den Punkten. Am Ende rettete Lokalmatador Felipe Nasr noch Platz neun und damit zwei Punkte für die Schweizer ins Ziel, während die Manor-Piloten Esteban Ocon und Pascal Wehrlein ohne Zähler blieben. Damit zog das Team von Monisha Kaltenborn an den britischen Rivalen in der Teamwertung vorbei und wird die Saison damit wohl auf Rang zehn beenden. „Das ist für uns natürlich ein absolutes Highlight. Wir haben so lange hart gearbeitet und wurden endlich belohnt. Für Felipe ist es natürlich umso schöner, dass er diese Punkte gerade in seiner Heimat holen konnte“, strahlte Sauber-Teamchefin Kaltenborn.

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