Hamilton baut die Führung aus

Lewis Hamilton baut mit seinem Sieg am Hungaroring die Führung in der Fahrerweltmeisterschaft aus, Vettel holt noch Platz 2

Sah es vor wenigen Wochen noch so aus als würde Sebastian Vettel den WM-Kampf im Griff haben, so hat das Pendel nun vor der Sommerpause deutlich umgeschwungen. Nach seinem Ausfall beim Heimrennen in Hockenheim, musste der Vettel auch in Ungarn Rivale Lewis Hamilton den Vortritt lassen. Der Brite zeigte ein fehlerloses Wochenende und holte sich in überlegener Manier den Sieg in Budapest. „Es war nicht unser schnellstes Wochenende und wir waren nicht die Favoriten, aber wir nehmen diesen Sieg als Bonus mit. Das Team hat zuletzt einen großartigen Job in Sachen Verbesserungen gemacht und ich freue mich schon auf die zweite Saisonhälfte“, so Hamilton. Mit dem 67. Karriereerfolg konnte der Mercedes-Star seine Spitzenposition in der Gesamtwertung auf 25 Punkte ausbauen.

Vettel mit Schadensbegrenzung

Vettel lag lange Zeit auf Platz 2, fiel aber durch einen versemmelte Reifenhalt hinter Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas zurück. In einem packenden Zweikampf presste er seinen Ferrari aber wenige Runden vor Schluss noch am Silberpfeil, der mit stark nachlassenden Reifen unterwegs war, vorbei. „Das Rennen war schwierig, denn wir waren schnell, aber nicht in der Position es auszuspielen. Durch den verpatzten Stopp kam ich hinter Valtteri raus und musste dann bis knapp vor Schluss warten, dass ich ihn schnappen kann. Ich glaube ich war vorne und habe Innen abgedeckt als ich einen Schlag bekam. Natürlich war es Glück, dass beim Auto nichts passiert ist“, so Vettel. Dabei profitierte der er auch davon, dass Stallgefährte Kimi Räikkönen ihn nicht attackierte, der gegen Rennende deutlich schneller war. „Das Podium war das Beste, was heute möglich war. Ich habe mehrmals im Rennen Bottas eingeholt, aber obwohl mein Speed gut war, fand ich keinen Platz zum Überholen“, gab sich der „Iceman“ wieder einmal diplomatisch.

Licht und Schatten bei Bullen

Eigentlich liegt der Hungaroring dem österreichischen Red Bull Racing Team sehr, aber diesmal war bereits nach dem Qualifying – mit den Positionen 7 (Max Verstappen) und 14 (Daniel Ricciardo) – ein Sieg außer Reichweite. Dennoch war Verstappen gut unterwegs und nicht weit von einem Podestplatz entfernt, als sein Renault-Aggregat wieder einmal den Geist aufgab. „Was für ein verdammter Witz jedes verdammte Mal mit diesem Scheiss, ehrlich!“ schimpfte Verstappen in den Bordfunk. Besser lief es für Daniel Ricciardo in der anderen Renndose. Der Aussie kämpfte sich von ganz weit hinten noch auf Rang 4 nach vor und war dementsprechend happy. „Das Auto war spitze, aber ich steckte lange im Verkehr fest, weil man hier nur sehr, sehr schwer überholen kann. Der Fight mit Valtteri war schon OK. Ich habe gesehen, dass sein Wagen angeschlagen war, hab’s dann riskiert und ihm auch Platz gelassen. Ich habe ihn innen nicht gesehen und dann hat er eingeschlagen. Nachdem es aber zu meinen Gunsten ausgefallen ist, kann ich ja jetzt locker sagen, dass es ein normaler Rennunfall war“, zeigte Ricciardo sein bestes Grinsen.

Die Formel 1 macht nun Sommerferien und kehrt mit dem Klassiker in Spa-Francorchamps Ende August wieder zurück.

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