
Lewis Hamilton kämpft beim Saisonfinale in Abu Dhabi um seine letzte Chance den Titel zu verteidigen. Hier die knappsten WM-Entscheidungen in der Formel 1 im Überblick
1950: JUAN MANUEL FANGIO VS. LUIGI FAGIOLA VS. NINO FARINA
Vor dem letzten Rennen führt Juan Manuel Fangio im Dreikampf vor Luigi Fagiola und Nino Farina. Doch Farina gewinnt das letzte Rennen und schnappt sich noch den ersten Formel-1-Weltmeistertitel
1959: JACK BRABHAM VS. STIRLING MOSS VS. TONY BROOKS
Jack Brabham geht als Führender vor Stirling Moss und Tony Brooks ins Finale. Zwar geht ihm 800 Meter vor dem Ziel der Sprit aus, doch weil Brooks nur Dritter wird und Moss ausscheidet, reicht es trotzdem zum WM-Sieg
1964: GRAHAM HILL VS. JOHN SURTEES VS. JIM CLARK
Graham Hill sind vor dem Schlussrennen John Surtees und Jim Clark auf den Fersen. Hill bleibt nach einem Unfall punktelos, Clark fällt als Führender aus. So wird Surtees Weltmeister
1976: NIKI LAUDA VS. JAMES HUNT
Der bekannteste und sogar verfilmte Kampf um die WM Krone stieg 1976 zwischen Niki Lauda und James Hunt. Durch seinen Horror-Crash auf der Nordschleife fällt Lauda mehrere Rennen aus und Hunt kommt immer näher. 42 Tage nach dem Feuerunfall kehrt Lauda in Monza unter höllischen Schmerzen zurück und geht mit drei Punkten Vorsprung ins Finale von Fuji. Dort schüttet es aus Eimern, aber der Grand Prix wird gestartet. Lauda stellt den Ferrari nach der zweiten Runde ab, Hunt wird Dritter und so mit einem Punkt Vorsprung Weltmeister
1984: NIKI LAUDA VS. ALAIN PROST
Diesmal heißt das Duell Lauda gegen Alain Prost, und wieder geht der Österreicher mit einem Vorsprung ins Saisonfinale (3 ½ Punkte). In Estoril startet Prost von Rang zwei, Lauda lediglich als Elfter. Bei einem Sieg des Franzosen muss Lauda Zweiter werden. Nach einer unglaublichen Aufholjagd trennt die beiden Rivalen lediglich Nigel Mansell auf Rang zwei, Der Brite fällt kurz vor Schluss mit blockierenden Bremsen aus und Lauda holt den dritten WM-Titel, mit einem halben Punkt Vorsprung
1986: ALAIN PROST VS. NIGEL MANSELL
Neben WM-Leader Nigel Mansell können vor 120.000 Zuschauern in Adelaide auch Prost und Nelson Piquet noch Weltmeister werden. Der Brite liegt lange auf Rang 3, der ihm genügen würde. Doch dann platzt ihm ein Reifen und somit auch der Titeltraum. „Ich hätte tot sein können“, sagt er hinterher. Piquet führt, muss aber nochmals an die Boxen, weswegen Prost den Brasilianer noch abfängt und erstmals Weltmeister wird
1989: AYRTON SENNA VS. ALAIN PROST
In Suzuka folgt das erste Hassduell zwischen Ayrton Senna und Prost. Senna muss gewinnen, attackiert den in Führung liegenden Prost, doch wirft die Tür zu und es kommt zur Kollision. Der Franzose steigt aus, Teamkollege Senna fährt weiter und gewinnt tatsächlich. Aber er wird hinterher disqualifiziert. Prost ist zum dritten Mal Champion
1990: AYRTON SENNA VS. ALAIN PROST
Gleicher Ort, ein Jahr später. Wieder heißt der Fight Senna gegen Prost. Doch diesmal schießt Senna den Franzosen, mittlerweile im Ferrari, absichtlich nur wenige Sekunden nach dem Start ab, was er sogar vor dem Rennen angekündigt hatte. Diesmal gibt es keine Entscheidung am grünen Tisch, womit Senna Weltmeister ist
1994: MICHAEL SCHUMACHER VS. DAMON HILL
Ein Punkt trennt Michael Schumacher und Damon Hill vorm Saisonfinale in Australien. Von Rennbeginn an tobt der Kampf zwischen den beiden Titelrivalen bis Schumi in der 36. Runde auf einem Randstein die Kontrolle über seinen Boliden verliert und in die Betonmauer kracht. Er zurückgeschleudert, aber die Lenkung am Benetton ist kaputt. Hill will überholen, aber Schumacher rammt ihn. Der Brite schleppt sich an die Box retour, aber auch seine Radaufhängung ist im Eimer. Nachdem beide punktelos bleiben, geht die Krone erstmals an einen Deutschen
1997: MICHAEL SCHUMACHER VS. JACQUES VILLENEUVE
Drei Jahre später kommt es zu einem ähnlichen Vorfall beim Saisonfinale in Spanien. Wieder hat Schumi einen Punkt Vorsprung und startet hinter Titel-Konkurrenten Jacques Villeneuve von Platz zwei. Der spätere Rekordweltmeister führt, hat aber Reifenprobleme und der Kanadier schließt auf. In Runde 48 will Villeneuve vorbeiziehen, aber der Deutsche wirft die Tür zu. Schumacher fliegt ab und bleibt im Kies stecken. Villeneuve kann weiterfahren, wird Dritter und Weltmeister
2003: MICHAEL SCHUMACHER VS. KIMI RÄIKKÖNEN
Wieder einmal ist Suzuka Schauplatz eines WM-Showdowns. Die Aufgabe für Schumacher scheint einfach, denn er liegt neun Punkte vor Verfolger Kimi Räikkönen. In der sechsten Runde kollidiert der nur von Platz 14 gestartete Schumacher mit Takuma Sato und fällt durch den Wechsel seines Frontspoilers auf den letzten Platz zurück. Räikkönen fährt von P8 auf P2 vor und Schumi muss unbedingt Achter werden. Kurz vor Schluss fährt ihm Bruder Ralf ins Heck, aber der Ferrari-Pilot rettet sich mit einem Bremsplatten ins Ziel und zum Titel
2007: FERNANDO ALONSO VS. LEWIS HAMILTON VS. KIMI RÄIKKÖNEN
Im WM-Endkampf 2007 geht es denkbar knapp zu: Vor dem letzten Rennen in Brasilien hat Rookie Lewis Hamilton im McLaren (107 Punkte) vor Teamkollege Fernando Alonso (100 Punkte) die besten Karten. Räikkönen im Ferrari (100 Punkte) will auch noch ein Wörtchen mitreden. Kurz nach dem Start fällt der nervöse Brite auf Rang neun zurück, wenig später drückt er einen falschen Knopf am Lenkrad und rollt eine halbe Runde langsam um den Kurs. Hamilton fightet sich vom letzten Rang noch auf P7 vor, aber zu spät. Alonso wird Dritter, aber Räikkönen gewinnt und holt damit den Titel mit einem Zähler Vorsprung

2008: LEWIS HAMILTON VS. FELIPE MASSA
Einer der spannendsten Showdowns aller Zeiten findet in Interlagos statt als der WM-Führende Lewis Hamilton nach Problemen weit zurückfällt. Massa siegt beim Heimspiel souverän, weswegen der Brite muss mindestens Fünfter werden muss, um den ersehnten Titel zu holen. Bei heftigem Regen überholt er in der letzten Kurve doch noch Timo Glock, weil der Deutsche auf Trockenreifen herumrutscht. Massa ist genau 15 Sekunden Weltmeister.
2010: FERNANDO ALONSO VS. SEBASTIAN VETTEL VS. MARK WEBBER
2010 können in Abu Dhabi gleich vier Piloten noch Weltmeister werden, allerdings hatte Lewis Hamilton 24 Zähler Rückstand auf Leader Fernando Alonso. Der Spanier geht mit acht Punkten Vorsprung auf Mark Webber und 15 auf Sebastian Vettel in den letzten Grand Prix des Jahres. Doch in Abu Dhabi gibt Vettel an den Ton an und rast von der Pole Position zum Sieg. Da Alonso nur Siebter und Webber nur Achter wird, reicht Vettel der Sieg zum WM-Triumph
2012: SEBASTIAN VETTEL VS. FERNANDO ALONSO
Zwei Jahre später heißt das Duell wieder Vettel gegen Alonso. Nach Brasilien reist Vettel mit vermeintlich beruhigenden 13 Punkten Vorsprung. Doch in der ersten Runde dreht er sich von der Strecke und fährt dem Feld hinterher. Virtuell ist Alonso in diesem Moment Weltmeister. Doch bei starkem Regen kämpft sich Vettel durchs Feld auf Platz sechs. Alonsos zweiter Platz reicht daher um drei Punkte nicht
2014: NICO ROSBERG VS. LEWIS HAMILTON
Mercedes ist 2014 das klar dominante Team und die beiden Teamkollegen Nico Rosberg und Lewis Hamilton kämpfen um die WM. Nach einer Kollision in Spa liegt Rosberg sieben Rennen vor Saisonende bereits 29 Punkte voraus. Mit fünf Siegen in Folge dreht Hamilton jedoch das Blatt. Beim Finale in Abu Dhabi herrscht dennoch Spannung, da es doppelte Punkte gibt. Hamilton gewinnt aber auch dieses Rennen und krönt sich noch mit einem deutlichen Vorsprung, da Rosberg mit technischen Problemen nur 14. wird
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