Für Doppelweltmeister Mika Häkkinen ist klar, dass der Crash zwischen Hamilton und Verstappen in Silverstone ein „Racing Incident“ war. Der Finne sieht den Unfall als Folge des enormen Selbstvertrauens der beiden Piloten und deren Weigerung nachzugeben
„Die Kollision zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton am Sonntag beim Großen Preis von Großbritannien war ein klarer Rennunfall. Wenn man mit dieser Geschwindigkeit fährt und um den Sieg kämpft, passieren solche Dinge manchmal. Als Top-Fahrer, der um die Weltmeisterschaft fightet, ist man nicht dazu da, zurückzuziehen. Es ist Deine Aufgabe, Rennen zu fahren, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es bei Rad-an-Rad-Duellen immer die Möglichkeit gibt, dass sich die Autos berühren“, stellt Häkkinen in seiner Unibet-Kolumne klar.
Riesen-Egos mit WM als Ziel
Der ehemalige McLaren-Mercedes Star kann absolut nachvollziehen, dass das Aufeinanderprallen zweier Topfahrer mit riesigen Egos unweigerlich zum großen Knall führt. „Max ist voller Selbstvertrauen. Er hat in diesem Jahr fünf Grands Prix gewonnen und führt die Weltmeisterschaft an. Er hatte einen großartigen Start und wollte die Position nicht so leicht an Lewis abgeben, insbesondere in einer so schnellen Kurve, die dann in einen Komplex aus drei Kurven – Maggotts, Becketts und Chapel – führt, in denen Überholen nicht wirklich möglich ist. Lewis ist von sich und seinem Auto gleichermaßen überzeugt. Er hat so viele Erfolge erzielt und hat so viel Erfahrung, was bedeutet, dass er sich sehr auf den Sieg konzentriert und auf der Strecke vor Max sein will.“
Dennoch war Häkkinen zunächst in Sorge um die Gesundheit von WM-Leader Verstappen. „Als ich sah, wie sie sich berührten, stand ich auf und dachte ‚Oh mein Gott‘, denn das ist so eine Hochgeschwindigkeitskurve. Sie ist sehr schnell und keine, in der man abfliegen möchte. Ich bin daher sehr froh, dass Max unverletzt geblieben ist, und es ist ein weiteres Zeichen dafür, wie stark diese Autos sind und welche fantastische Arbeit die FIA in Sachen Sicherheit leistet. Ein Aufprall mit 51G wäre in der Vergangenheit nicht einfach zu überleben gewesen.“
In den nächsten Rennen erwartet der Champion von 1998 & 1999 eine Fortsetzung des beinharten Duells, aber keinen heftigen Crash mehr. „Dieser Unfall wird die beiden Jungs und ihren Kampf um die Weltmeisterschaft wirklich in Brand setzen. Keiner von ihnen wird diesen Unfall wiederholen wollen, aber sie werden noch entschlossener sein, beim nächsten engen Kampf, nicht vom Gas zu geben. Wir werden sie für den Rest der Saison hart kämpfen sehen. Es wird wirklich faszinierend.“
Finne findet Sprint gut
Häkkinen konnte auch dem F1 Sprint Format, das in Silverstone erstmals zum Einsatz kam, etwas Positives abgewinnen. „Ich fand das neue Format des Rennwochenendes wirklich spannend. Mir ist nichts Negatives eingefallen. Mit nur einem Training vor dem Qualifying am Freitag gab die Formel 1 den Teams und Fahrern viel Arbeit in kurzer Zeit. Es gab den Teams zusätzlichen Druck und brachte Risiken mit sich. Das Sprint-Qualifying sorgte für einige Überraschungen. Fernando Alonso hat einen tollen Job gemacht, um von einer deutlich stärkeren Startposition ins Rennen zu gehen. Bei Sergio Perez haben wir gesehen, was passieren kann, wenn man einen Fehler macht oder ein technisches Problem hat. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit unvorhersehbarer Ergebnisse.“
Der 20-fache Grand Prix Sieger sieht die Aufgabe des neuen Formats „eindeutig darin, den Fans mehr Aufregung zu bieten, den Sport auszubauen, das Interesse des Publikums zu steigern und neue Fans zu gewinnen. Momentan wird die Idee bei drei Rennen getestet, nächstes Mal in Monza, und ich kann mir gut vorstellen, dass die Formel 1 es jede Saison für ausgewählte Events einführen könnte. Es ist ein mutiger Schritt, aber nachdem ich den Silverstone-Event gesehen habe, freue ich mich auf den nächsten.“
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