Hier nun Teil 2 des Exklusivinterviews von Formelaustria mit Ferdinand Habsburg
Anfang Mai findet das erste Rennen statt, mit welchem Gefühl gehst Du in die neue Saison?
Ich gehe ziemlich nervös in die Saison, denn sie wird entscheidend für meine Karriere. Ich freue mich aber auch, weil ich in den letzten Monaten viel Zeit und Schweiß investiert habe. Das erste Rennen der Saison ist immer aufregend, weil Du erst wenn der Druck steigt merkst, ob Du bereit bist oder nicht.
Die Konkurrenz in der FIA Formula 3 European Championship ist groß, wen würdest Du als deinen härtesten Konkurrenten einschätzen?
Das ist schwierig zu sagen, denn beim letzten Test waren die ersten 18 Fahrer innerhalb von 5 Zehntel. Es gibt 15 Piloten, die wahnsinnig stark und schnell sind, und weit über die Hälfte des Grids können ein Rennen gewinnen. Es ist also unfassbar hart Namen zu nennen, auch wenn es immer die üblichen Verdächtigen gibt. Aber umso enger und schwieriger es ist, desto mehr Spaß macht es mir. Ich liebe harte Rennen!
Hast Du gewisse Rituale vor einem Rennen?
Ich habe einige Sachen, die ich vor einem Rennen erledigen muss. Aber die sind auch schrecklich geheim, wirklich ganz geheim.
Viele Fahrer haben einen Kurs, den sie besonders mögen. Du auch?
Der Kurs, den ich am meisten mag, ist einer, auf dem ich mich eigentlich unwohl fühle, weil es auch einer der schwierigsten Kurse ist – Zandvoort. Diese Old-School Strecke mit einer Mischung aus schnellen Kurven und Gefahr ist einfach cool. Wenn Du alles investierst in eine Runde und volles Riskio gehen musst, um schnell zu sein, ist das Gefühl, wenn Du eine geile Runde gefahren bist, einfach genial. Sonst bin ich ein großer Fan von Macau.
Viele Fahrer haben ein Vorbild. Hast Du jemanden, zu dem Du aufsiehst?
Ja, aber es sind eher private Freunde und Familie. Ich habe das Glück viele interessante und intellektuelle Freunde und Familienmitglieder zu besitzen. Es sind alles starke Menschen, die ich auch ab und an um Rat frage. Da ich mich neben der Strecke sehr anders sehe, als vielleicht andere Rennfahrer, sind meine Vorbilder eigentlich eher neben der Strecke. Als Rennfahrer ist natürlich mein Manager sehr wichtig. Er hat mit seiner eiskalten Härte einen guten Rennfahrer aus mir gemacht.
Wie sieht Dein weiterer Karriereplan aus?
Richtige Karrierepläne gibt es im Motorsport sehr wenige, daher schaue ich von Rennen zu Rennen. Natürlich ist das Ziel dieses Jahr in der Formel 3 Europameisterschaft so gut wie möglich abzuschneiden und dann wäre der typische Wege die Formel 2. Aber in einer Saison kann sich sehr viel, sehr schnell ändern. Die Richtung ist immer die Formel 1.
Apropos Formel 1 – wem drückst Du in der neuen Saison die Daumen?
Ich war immer ein großer Fan von Williams, denn dieses Familiengefühl und Familienbusiness habe ich immer sehr cool gefunden. Momentan läuft es aber nicht besonders und ihre finanzielle Strategie finde ich nicht optimal. Ich habe daher dieses Jahr gemischte Gefühle, bin aber trotzdem immer ein Fan von Williams gewesen. Als Rennfahrer gefallen mir Valtteri Bottas und Daniel Ricciardo. Das sind zwei absolut coole Piloten.
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