Haas-Zahlung nun bei Ex-Sponsor eingelangt

Dem Haas-Team drohte in den Niederlanden die Beschlagnahmung aufgrund einer fehlenden Zahlung an seinen Ex-Sponsor Uralkali. Am Montag wurde die Zahlung bestätigt und das Team durfte sich auf den Weg nach Italien machen.

In der Saison 2022 war der russische Chemie- und Düngemittelkonzern Uralkali Titelsponsor des Teams. Auch der Russe und Sohn des Uralkali-Chefs Nikita Mazepin fuhr in dieser Saison neben Mick Schumacher bei Haas. Nach dem Angriff auf die Ukraine wurden sowohl Fahrer- als auch Sponsoringvertrag schlagartig aufgelöst.

Uralkali-Chef Dimitri Mazepin soll auf der EU-Sanktionsliste stehen, denn seine Unternehmen sollen als strategische Vermögenswerte in Russland gelten und somit Geld in russische Staatskassen spülen. Weiters gilt er als einer von 37 Geschäftsleuten, die zum innersten Kreis Putins gehören. Die spontane Auflösung des Sponsoringvertrags löste Unmut aus, auch weil Uralkali Anfang der Saison die vertragliche Summe bezahlt hatte. Sie forderten am 4.März.2022 eine anteilige Erstattung der 13 Millionen Dollar plus einen Formel 1 Boliden. Im Juni 2024 erklärte ein Schweizer Gericht, dass die Summe an Uralkali zurückgezahlt werden müsse.

Dies wäre laut Haas bereits am Freitag geschehen. Da sich eine millionenschwere Überweisung nach Russland aufgrund der Kriegsbedingungen aber schwierig gestaltet, wurde sie über den Nahen Osten abgewickelt. Am Wochenende kam es aber zu Verzögerungen, weshalb die Haas-Trucks nicht aus den Niederlanden abreisen durften.

Am Montag kam die Bestätigung, dass Uralkali die Überweisung vom Freitag erhalten habe. Die Trucks dürften also abreisen. Nun beginnt für das Haas-Team, bei besten Bedingungen, eine 13-stündige Reise von Zandvoort nach Monza.

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