Gibt’s den Sieg zum Jubiläum?

Red Bull Racing wird in Monaco seinen 250. Formel 1 Grand Prix bestreiten. Selbstredend erhofft man sich in Fuschl einen Rennsieg zum Festtag

Daniel Ricciardo liebt die Hatz durch die engen Gassen an der Cote d’Azur. 2016 stand der Aussie auf der Pole und hatte den Sieg im damals unterlegenen Red Bull vor Augen, verlor das Rennen nur wegen eines Fehlers seiner Boxencrew.

Ricciardo freut sich

„Monaco ist mein Lieblingsrennen. Ich liebe die ganze Atmosphäre am Mittelmeer, kein Wochenende ist intensiver. Und bei keinem anderen Rennen fühlst du dich so gut, wenn es gut gelaufen ist. Kein Grand Prix erzeugt mehr Aufregung und Adrenalin“, strahlt Ricciardo fast noch mehr als sonst, wenn er über den GP im Fürstentum spricht. Und auch heuer rechnet sich der aktuelle WM-Fünfte Chancen auf den Sieg aus: „Die Piste ist der Wahnsinn, denn es ist schon verrückt mit welchem Affenzahn wir an Mauern und Leitschienen vorbeizischen. Ich liebe die schnelle Tabak-Links und dann die Passage ums Schwimmbad herum. In Barcelona haben wir gesehen, wie schnell wir im letzten, kurvigen Sektor sind, das gibt mir Mumm für Monaco.“

Max will mehr

Auch Teamkollege Max Verstappen ist richtig heiß Red Bull Racing zum 250. Formel-1-WM-Lauf des Rennstalls einen Sieg zu bescheren. Der Niederländer, der im vergangenen Jahr Fünfter in Monaco wurde, möchte diesmal zumindest aufs Stockerl. „Die Piste fordert Dir alles ab, was die Aufgabe aber auch so reizvoll macht. Nachdem es dort keine langen Geraden gibt, sollte uns die Piste liegen. Wir haben vom Aggregat her immer noch ein Defizit gegenüber Mercedes und Ferrari, aber in Monaco ist Motorpower nicht so entscheidend. Dort hängt sehr viel vom Fahrer ab“, analysiert der dreifache GP-Sieger. „Außerdem kann ich im eigenen Bett schlafen,“ lacht „Mad Max“.

Schwachstelle Qualifying

Trotz Motoren-Updates schwächelt der RB14 weiter im Qualifying. „Wir dachten, dass Ferrari und Mercedes mit dem sogenannten ‚Party-Mode‘ drei bis fünf Zehntel auf die Runde abrufen können, die wir nicht haben. Aber wir haben in Barcelona auf Ferrari im Qualifying auf den beiden Geraden sechs Zehntel verloren. Das ist natürlich eindeutig zu viel“, weiß Red Bull Motorsportdirektor Helmut Marko. „Was uns fehlt ist diese zusätzliche Leistung im Qualifying. Zum Glück gibt es das in Monte Carlo nicht,“ so Marko weiter, weswegen der „Doktor“ auch sicher ist, „dass wir dort wieder um den Sieg mitfahren können sollten.“

Gute Bilanz

Red Bull Racing hat im Fürstentum eine durchaus ansehnliche Bilanz zu verzeichnen. 2006 bejubelte David Coulthard mit Superman-Cape in der zweiten Saison des Teams den ersten Podestplatz – nachdem Stallkollege Christian Klien auf Podiumskurs mit Getriebeschaden liegen blieb – 2010 gab es den Doppelsieg durch Mark Webber vor Sebastian Vettel, der Deutsche legte 2011 einen Erfolg nach, während Webber 2012 noch mal in der Fürstenloge ganz oben stand. Außer in der Saison 2015 waren die Bullen seitdem immer am Stockerl vertreten, zuletzt 2017 mit Ricciardo auf P3 hinter den Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen.

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