Frust pur nach Ausfall in Le Mans

Alexander Wurz_Toyota Racing_Toyota TS 040 - Hybrid_WEC_Foto Gabi TomescuNachdem das Toyota-Team in der LMP1 nach 14 Stunden in Führung liegend mit einem technischen Defekt aufgeben musste, herrscht überwiegend Frust beim gesamten Team und den drei Fahrern.

 

 

 

Alexander Wurz: “ Da gibt es nicht viel zu erzählen, außer dass das sehr, sehr enttäuschend ist. Wir lagen in Führung, hatten uns aber entschlossen keine Risiken im Überrundungsverkehr einzugehen. Je nachdem, wie gut die Überrundungen gelangen, konnten wir bisweil unseren Vorsprung kontrolliert ausbauen, denn genauso macht man das hier in Le Mans. Wir freuten uns schon auf den Sonnenaufgang, denn unsere Reifen funktionierten am Tag sehr gut, doch dazu kam es nicht mehr. Ich sagte ja in der Woche zuvor, dass man Le Mans nicht gewinnt, dieses Rennen lässt dich gewinnen – und heute ließ es uns nicht siegen.“

Stephane Sarrazin: „Ich bin für das gesamte Team sehr, sehr traurig, für Mechaniker, Ingenieure, einfach alle. Jeder von ihnen gab alles, nicht nur heute, sondern in der ganzen Vorbereitung. Wir führten das Rennen vom Start weg an. Das Auto war unglaublich und wir mussten gar nicht so hart angreifen, wir gingen jedenfalls keine Risiken ein und verwalteten die Führung ganz gut. Doch Le Mans hat sich gegen uns entschieden und wir rollten auf der Strecke aus. Wirklich schade. Wir gaben alles und waren in guter Form um zu siegen. Doch Le Mans ist lang und es kann einfach alles geschehen, wie wir ja selbst erleben mussten.“

Kazuki Nakajima: „Das bricht einem das Herz. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Mir tut das so leid für das Team und all die Menschen da draußen, die uns die Daumen drückten. Ich denke, wir zeigten bis dahin ein großartiges Rennen. Wir führten und hatten ein tolles Tempo drauf. Irgendwie dachte ich, wir würden es diesmal schaffen – und dann das. So ist Le Mans und das ist es ja, warum wir hierher kommen und die Herausforderung annehmen. Wir werden es erneut versuchen.“

Yoshiaki Kinoshita, Teampräsident: „Da ist gewiss ein hohes Maß an Enttäuschung im Team, denn unsere TS040 waren beide schnell genug, um das Rennen zu gewinnen. Doch ein Teil der Magie, die Le Mans ausmacht, ist die Herausforderung und die Unberechenbarkeit dieses Rennens. Wir hätten heute nur dem Pech aus dem Wege gehen müssen. Leider lässt sich das nicht ändern, aber so ist der Motorsport und wir müssen das Resultat akzeptieren. Wir werden gestärkt zurückkehren und außerdem haben wir ja noch einen WM-Titel, um den wir beim nächsten Rennen weiterkämpfen werden. Alle Teammitglieder, auch die Fahrer, haben brillante Arbeit in diesem Rennen geleistet, nicht nur mit der Reparatur des Schadens, aber dann auch noch den dritten Platz einzufahren. Darauf bin ich sehr stolz und das gesamte Team sollte ebenso stolz auf diese Leistung sein.“

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