Ein ständig wiederkehrendes Thema in der Formel 1 ist das völlige Fehlen von Testfahrten für die verschiedenen Teams.
Was einst Alltag war, ist heute nicht mehr möglich. Daher hat die Scuderia Ferrari in der Saison 2023 einige Freie Trainings an GP-Wochenenden dafür „geopfert“.
„Ground Effect Boliden sind viel komplexer als die Fahrzeuge der letzten Generation, besonders was die Korrelation zwischen der Unterbodenhöhe und der Leistung betrifft.“, erklärt Ferrari Teamchef Frederic Vasseur.
Laut Vasseur reagiert der SF-23 „sehr empfindlich auf jede einzelne Änderung der Setup-Parameter, aber auch auf die Umgebung, insbesondere auf den Wind. Es hatte ein sehr kleines Betriebsfenster, das Verhalten des Wagens veränderte sich manchmal in derselben Kurve auf verschiedenen Runden. Erst im Laufe der Saison konnten wir den Wagen durch Updates stabiler machen und so den Piloten mehr Sicherheit geben.“
Um diese Updates nicht nur am Simulator bei Idealbedingungen , sondern auch in der realen Welt zu testen, nutzte Ferrari immer wieder Freie Trainings an Rennwochenenden.
„Wir haben zum Beispiel das freie Training in Holland geopfert, um Tests durchzuführen. Dort haben wir viel gelernt und konnten so am Ende der Saison bessere Leistungen bringen.“
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