
Mercedes
Mercedes hat mit einer beeindruckenden Zuverlässigkeit überzeugt. Mit 516 Runden oder 2284 Kilometer legte man in 4 Tagen 7,5 Grand Prix Distanzen zurück. Von größeren Problemen blieb man verschont. Bereits am 1. Tag begann man mit Longruns und Boxenstoppübungen.
Auf schnelle Rundenzeiten verzichteten die von Mercedes ausgerüsteten Teams. Dies hatte einen speziellen Grund: Heute traf sich die Strategie Gruppe in Paris, um über das ein neues Motorenreglement für 2017 zu diskutieren. Da wäre es nicht gut angekommen, wenn man die Konkurrenz schon in der 1. Testwoche in Grund und Boden gefahren hätte. Niki Lauda und Nico Rosberg halfen noch nach, indem man Ferrari zum neuen Hauptkonkurrenten ernannte.
Ferrari
Bei Ferrari ist durch die Verpflichtung von Sebastian Vettel eine neue Ära eingeläutet worden. Die Motivation und der Teamgeist scheinen bei den Italienern wieder zu stimmen. Mit 3 Tagesbestzeiten hat Ferrari ein Ausrufezeichen gesetzt. Wie viel die Zeiten wert sind, wird man aber erst beim letzten Test in Barcelona sehen. Als Ziel wurde für 2015 ausgegeben, 2 Saisonsiege einzufahren.
Das neue Auto scheint auch Kimi Räikkönen besser zu liegen. Besonders die Probleme mit der Pull Rod Aufhängung an der Vorderachse machten Räikkönen 2014 zu schaffen. In Jerez meinte er: „Das Fahrgefühl ist ein ganz anderes als im letzten Jahr. Das neue Auto ist eine gute Startbasis.“
Red Bull
Für Red Bull verlief der 1. Test nicht optimal. Mit 165 Runden liegt man an vorletzter Stelle in der Kilometerwertung. Besonders für Daniil Kvyat lief es suboptimal. In seiner 1. Runde beschädigte er den einzig verfügbaren Frontflügel, so dass er den restlichen Tag nur noch Installationsrunden ohne Frontflügel drehen konnte. Am 3. Tag verlor man viel Zeit durch einen Motorwechsel und am letzten Tag hatte man dann auch noch mit ERS Probleme zu kämpfen.
Williams
Am ersten Testtag wurde man noch von Kinderkrankheiten aufgehalten, danach lief es aber vielversprechend. Von den Fahrern kam durchwegs positives Feedback. „Wir haben uns in einigen Bereichen verbessert. Das Auto fühlt sich jetzt stabiler als im letzten Jahr an und ist einfacher zu fahren“, gab Felipe Massa Auskunft. Ob man an den starken Leistungen der letzten Saison anknüpfen kann, wird sich zeigen.
McLaren
Für McLaren wurde es die erwartet schwere erste Testwoche. Mit 79 Runden drehte man mit Abstand am wenigsten Runden. Ein großes Problem ist, dass Honda ihren Motor nur in einem Wagen testen kann. Renault hatte letztes Jahr 4 Versuchskaninchen zu Verfügung. Derzeit behebt man ein Problem und wenig später taucht das Nächste auf. 8 Testtage bleiben ihnen noch übrig bis zum Saisonstart in Melbourne. Wie stark der Honda Motor wirklich ist, lässt sich derzeit nicht einschätzen. Wenn man Gerüchten aus dem Fahrerlager Glauben schenkt, soll der ICE (internal combustion engine) auf Mercedes Niveau sein.
Lotus
Der E23 kam erst verspätet in Jerez an, er wurde erst am Sonntagnachmittag eingeflogen. Am Montagmittag ging es dann für Pastor Maldonado zum ersten Mal auf die Strecke. Mit dem Mercedes Motor im Heck hofft man bei Lotus an die Erfolge von 2013 anknüpfen zu können. Romain Grosjean bezeichnet sich jedenfalls wieder selbst als „glücklichen Fahrer“.
Sauber
Das Team aus der Schweiz war die positive Überraschung der ersten Testwoche. Mit 381 Runden belegte man Rang 2 in der Kilometer Wertung. Wie schnell der Sauber ist, bleibt abzuwarten. Mit Marcus Ericsson und Felipe Nasr hat man 2 neue Fahrer im Team. Diese Saison müssen jedenfalls wieder Punkte her.
Toro Rosso
Auch bei Toro Rosso kann man zufrieden sein. Max Verstappen und Carlos Sainz Jr. konnten viel Erfahrung sammeln in den insgesamt 352 Runden. Von gröberen Problemen blieb man verschont. Max Verstappen hat auch am 2. Tag unter regnerischen Bedingungen eine gute Figur gemacht.
Technikchef James Key: „Unsere zwei Jungs haben an vier Tagen nicht einen Fehler begangen.“
Fazit 1. Testwoche:
– Mercedes bleibt der Meisterschaftsfavorit
– Bei Ferrari scheint es aufwärts zu gehen
– Red Bull hat beim 1. Test noch geschwächelt
– McLaren bleibt das große Fragezeichen
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