Force India steht in der Kritik, da sie die Rückkehr von Marussia (Manor F1 Team) mit dem Vorjahresauto verhindert haben.
Gestern traf sich die Strategiegruppe in Paris. Diese besteht aus Ferrari, Mercedes, McLaren, Williams und den sechsten Platz nimmt das jeweils bestplatzierte Team außerhalb der gesetzten Fünf ein. In diesem Jahr ist das Force India.
Marussia beantragte das Vorjahresauto auch diese Saison einsetzen zu dürfen. Für die Erlaubnis hätte man die Zustimmung aller Teams benötigt. Also auch von den Teams die nicht in der Strategiegruppe vertreten sind. Damit es nur einen Buhmann gibt, wurde Force India als erstes zur Abstimmung gebeten. Force India stimmte dagegen und schon war der Antrag vom Tisch.
Force India verteidigt sich
Der stellvertretende Teamchef Bob Fernley erklärt nun gegenüber der Press Association Sport, warum es dazu gekommen ist. „Am Ende des Tages muss ich die Entscheidung mit meinem Kopf und nicht mit meinem Herzen treffen. Nicht ein einziges Dokument wurde vorgebracht. Wir wissen nicht einmal wer die Besitzer sind. Es gab keine Informationen, außer einen Absatz, wo Marussia gefragt hat, ob sie mit dem 2014er Auto 2015 fahren dürfen.“
Weiters führt Fernley aus: „Fühle ich mich schlecht? Ja, sehr schlecht, aber Force India hat immer für die kleinen Teams gekämpft.“
Er gab auch zu, dass der finanzielle Aspekt eine Rolle gespielt hat, aber nicht ausschlaggebend war. „Da ist ein Funken Wahrheit dran, aber ist das der Grund für unsere Entscheidung? Nein“, so Fernley.
Was passiert mit dem Marussia Preisgeld?
Sollte Marussia 2015 nicht an den Start gehen, werden die 45 Millionen Euro Preisgeld, die sie für die Saison 2014 erhalten hätten, gleichmäßig auf die anderen Teams aufgeteilt.
Bob Fernley dazu: „4-5 Millionen machen keinen großen Unterschied, ob Force India überlebt oder nicht.“
Bei Force India dementiert man weiterhin finanzielle Probleme. Das Chassis soll mittlerweile eingetroffen sein. Beim 2. Test in Barcelona wird man noch das alte Auto einsetzen. In der letzten Testwoche soll dann das neue Auto debütieren.
Es besteht weiterhin Hoffnung
Die Übernahmepläne von Marussia durch Geschäftsmann Justin King sollen trotz des Rückschlags weiterhin bestehen. Marussia dürfte 3 Rennen verpassen und hätte noch immer Anspruch auf das Preisgeld. Spätester Saisoneinstieg wäre also der Grand Prix in Bahrain Mitte April.
Das gleiche trifft auf Caterham zu, die weiterhin nach einem Käufer suchen.
Der Name Marussia würde übrigens verschwinden, man hat sich 2015 unter dem Namen „Manor F1 Team“ eingeschrieben. Am 19. Februar wird das Insolvenzverfahren eingestellt, dann heißt es ein für 2015 regelkonformes Auto zu entwickeln.
Force India nicht alleine verantwortlich
Den schwarzen Peter Force India zuzuschieben wäre übrigens falsch. Es ist davon auszugehen, dass auch Sauber, Lotus und Toro Rosso dagegen gestimmt hätten.
Der Grund ist ganz einfach: Starten 2015 nur 9 Teams, hat das letzte Team in der Konstrukteurswertung dieses Jahr rund 45-50 Millionen Euro an Preisgeld sicher.
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