Auch wenn in die WM-Wertungen schon entschieden sind, sollte man sich das Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi nicht entgehen lassen
Kommendes Wochenende findet die Formel 1 Saison 2015 mit dem Grand Prix in Abu Dhabi traditionell ihren Abschluss. Eigentlich sind alle Entscheidungen schon gefallen – Lewis Hamilton ist Fahrerweltmeister, Mercedes hat die Konstrukteurswertung gewonnen, der Vizetitel ist an Hamiltons Teamkollegen Nico Rosberg vergeben. Warum sollte man sich dieses Rennen also dennoch gönnen?
Silberne fahren frei
Trotz der entschiedenen WM ist die Rivalität im Hause Mercedes weiterhin hoch. Sowohl Hamilton als auch Rosberg wollen Rennen gewinnen und ganz besonders das Saisonfinale. Zudem will der Deutsche seine Siegesserie – Nico gewann die letzten beiden GPs in Mexico und Sao Paulo – „fortsetzen und mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen, damit ich 2016 noch motivierter angreifen kann.“ Verständlicherweise möchte Triple-Champion Hamilton das verhindern: „Ich mag die Strecke in Abu Dhabi sehr und nach der Enttäuschung in Brasilien, möchte ich hier unbedingt wieder ganz oben auf dem Podest stehen.“
Spätestens seit dem überraschenden Sieg von Kimi Räikkönen im Lotus 2012, rechnen sich jedes Jahr auch Außenseiter Chancen auf einen Erfolg auf Yas Island aus. Allen voran natürlich die Scuderia Ferrari um Sebastian Vettel und Räikkönen selbst. „Wir fahren nicht nach Abu Dhabi um Platz 3 abzuholen. Selbstverständlich werden wir alles tun, um Mercedes fordern und um den Sieg mitfighten zu können“, so Teamchef Maurizio Arrivabene. Besonders „Super Seb“ möchte heuer „noch einmal zuschlagen. Abu Dhabi ist ein Stadtkurs mit hoher Safety-Car-Wahrscheinlichkeit. Da ist immer alles möglich.“
Noch offen ist der Kampf in der Teamwertung zwischen Lotus F1 und Toro Rosso. Die Jungspunde von Franz Tost liegen neun Punkte hinter den Schwarz-Goldenen und könnten mit einem Topergebnis noch Platz sechs in der WM-Rangliste einfahren, was einen deutlichen Zuwachs in der Portokasse für 2016 und gleichzeitig die beste Platzierung seit 2008 bedeuten würde. „Natürlich wollen wir diese Chance nutzen, aber es wird nicht leicht. Denn um neun Zähler aufzuholen brauchen wir ein wirklich gutes Ergebnis“, so der Tiroler Teamchef.
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