Fernando Alonso: Aufholjagd in Spielberg

Für McLaren war das Wochenende in Spielberg erneut ein schwieriges, bereits nach wenigen Rennrunden schimpfte Fernando Alonso am Funk und verlangte von seinen Ingenieuren, dass sie sich etwas einfallen lassen sollen, da er ’sicher nicht 71 Runden hinterher fahre‘. Am Ende reichte es doch noch für Punkte, der McLaren-Star belegte Platz 8.

Fernando Alonso hatte am Rennsonntag alle Hände voll zu tun, an seinem Boliden wechselte man noch den Frontflügel und der Spanier startete aus der Box. Beim Flügeltausch war improvisieren angesagt: „Wir wussten nicht mal, wie wir ihn einstellen müssen, weil wir ihn vorher nie an diesem Auto probiert hatten. Wir sind blind in das Rennen gegangen“, sagt Alonso.

Ob der Flügel aus dem Jahr 2017 am MCL33 wirklich besser funktionierte als das aktuelle Material, blieb unklar. Alonso steckte zu häufig im Verkehr und hatte zu wenig freie Runden. Er beklagt: Wenn er dicht an den Vordermann ranfuhr, musste er die Chance sofort zum Überholen nutzten, weil die Reifen sonst überhitzten.

Entscheidend für den Sprung auf Platz acht waren letztlich die Reifen. Bläschenbildung verzeichnete McLaren anders als viele Konkurrenten nur auf Supersoft, aber nicht auf Soft, sodass Alonso gegen Rennende das Tempo anziehen konnte.

Teamkollege Vandoorne fuhr dem Feld als 15. hoffnungslos hinterher, nachdem er in der Startphase zwischen mehreren Autos eingeklemmt wurde. An seinem Boliden ging einiges zu Bruch. „Es war ein normaler Rennunfall. Als ich in Kurve 3 gefahren bin, waren vier Wagen Seite an Seite. Da die Kurve zumacht gab es keine Chance, eine Kollision zu verhindern“, sagt der Belgier. Anschließend generierte Vandoornes Auto nicht mehr den gleichen Abtrieb wie zuvor.

Fernando Alonsos Resümee: „Wie ich den Ingenieuren gesagt habe: Ich habe meine Arbeit gemacht. Wie ein Kurierfahrer. Wir wollten punkten und wir haben Punkte geholt, die sicher und locker geliefert wurden.“

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