Nach einem eher ereignisarmen Großen Preis von Spanien haben die Formel-1-Piloten eine Reihe von Änderungen für den Kurs in Madrid für das Jahr 2027 vorgeschlagen.
Andrea Kimi Antonelli gewann ein wenig spektakuläres Debütrennen am Madring, das nahezu keine Überholmanöver bot.
Da sich Überholen auf der Hybrid-Stadtstrecke mit ihren 22 Kurven als praktisch unmöglich erwies, gab Audi-Pilot Gabriel Bortoleto zu, er sei „während des Rennens fast eingeschlafen“.
Der Kurs in Madrid stieß bei den Fahrern das ganze Wochenende über auf heftige Kritik und so forderte unter anderem Lando Norris „offensichtliche Änderungen.“
Anscheinend sind drei Schlüsselbereiche der Strecke für die Rückkehr 2027 im Fokus: die Schikane in Turns 5 und 6 sowie die Turns 13 und 20.
„Ich denke, es gibt einige offensichtliche Änderungen, die sie vornehmen sollten“, sagte Norris. „Sie sollten die Kurven 18 und 19 streichen. Die sind völlig nutzlos. Besser wäre eine längere Gerade, die direkt in eine Haarnadelkurve mündet. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie sich jemand dieses Design ansehen und sagen kann: ‚Perfekt.‘“
Der regierende Weltmeister glaubt, „man kann daraus eine Strecke machen, die guten Rennsport ermöglicht. Ich würde mich freuen, nächstes Jahr wieder hierherzukommen, falls diese Änderungen umgesetzt werden, denn eigentlich macht es viel Spaß, hier zu fahren, und es könnte eine großartige Rennstrecke sein.“
Mit dem gegenwärtigen Layout ist es für Norris aber „keine großartige Rennstrecke. Im Qualifying ist sie super, aber man bräuchte eine Gerade von Kurve 17 bis 20, eine viel breitere Anfahrt – ähnlich wie in Austin bei Kurve 1 oder 10 – und dann eine große Haarnadelkurve. Damit würde man für alle viel bessere Möglichkeiten schaffen und das Rennen wäre unterhaltsamer. Und auch bei den Kurven 5, 6 und 7.“
Der McLaren Star kann nicht nachvollziehen, „dass man gleichzeitig lenken und bremsen muss. Das widerspricht eigentlich dem ganzen Sinn des Rennsports. Sie können also einige einfache, unkomplizierte Änderungen vornehmen und vielleicht auch etwas komplexere. Ich hoffe, sie tun es, denn dann dürfte es für alle spannender werden.“
Selbst Rennsieger Antonelli meinte, es müsse mehr getan werden, um die Überholmöglichkeiten zu verbessern.
„Es gibt definitiv keine Überholmöglichkeiten und animiert einen auch nicht dazu, ein Manöver zu versuchen, denn in 80 Prozent der Fälle riskiert man eine Kollision“, erklärte der Mercedes-Pilot.
„Ich glaube, besonders in der zweiten Schikane: Wenn ich dort eingelenkt hätte, wären Lando und ich kollidiert, wahrscheinlich in der Mauer gelandet und hätten die Strecke blockiert. Das wäre sicher nicht schön gewesen.“
Für den WM-Leader ist klar, „dass einige Kurven geändert werden müssen, um mehr Überholmöglichkeiten zu schaffen. Denn im Moment ist es zwar auf einer einzelnen Runde schön, aber im Rennen hängt man definitiv nur fest.“
Haas-Pilot Ollie Bearman betonte: „Man muss kein Genie sein, um ein Streckenlayout zu entwerfen, das Überholmanöver begünstigt.“
„In Baku haben sie es geschafft, obwohl es dort durch die umliegenden Gebäude viel mehr Einschränkungen gab. In dieser Hinsicht ist es etwas enttäuschend, aber hoffentlich wird es nächstes Jahr etwas interessanter.“
„Wenn man ankommt, das Layout sieht und sich fragt: ‚Was erwarten die von uns?‘, dann ist das schon etwas enttäuschend … Im Grunde hatte man von Kurve 5 bis Kurve 17 mehr oder weniger freie Hand. Ich glaube nicht, dass dieser Spielraum optimal genutzt wurde.“
Laut Alex Albon ließe sich die Strecke durch einige recht kleine Änderungen sofort verbessern.
„Vieles davon betrifft den Bereich zwischen Kurve 3 und Kurve 5. Ich glaube, dieser ganze Abschnitt muss überarbeitet werden – vielleicht mit geraderen Bremszonen. Wir müssen diese Schikane entfernen. Sie sorgt zwar für Spektakel, ist aber nicht gut für das eigentliche Racing.“
„Und was die Überhöhung angeht: So toll sie auch ist, in Kurve 13 erfüllt sie ihren Zweck nicht wirklich gut. Kurve 13 müsste vielleicht eine langsamere Kurve mit einer längeren Bremszone sein,“ so der sagte der Williams-Pilot weiter
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