F1 Pilot angeblich in Prostitutionsskandal verwickelt

Eine großangelegte Untersuchung hat einen Formel-1-Fahrer mit einem Escort-Netzwerk in Verbindung gebracht.

Die italienischen Behörden zerschlugen einen Ring in Cinisello Balsamo nahe Mailand, der Partys organisierte, auf denen Prostitution und Lachgas für rund fünfzig Sportler – darunter auch Serie A Fußballer, Eishockeyspieler und auch ein F1 Pilot – üblich waren.

Obwohl sich die Ermittlungen hauptsächlich auf Fußballer konzentrierten, geriet auch die Motorsportwelt in den Fokus abgehörter Gespräche. Dokumente belegen, dass die Dienste wohlhabenden Unternehmern, Hockeyspielern und anderen einflussreichen Kunden zur Verfügung standen, die bereit waren, hohe Summen für exklusive Begleitung zu zahlen.

In einem aufgezeichneten Gespräch fragte ein Kunde laut La Gazzetta dello Sport an: „Ich habe einen Freund, einen Formel-1-Fahrer, der eine Escort-Dame sucht – können wir eine finden?“

Da das Datum des Gesprächs der 18. Februar dieses Jahres ist, als die Testfahrten in Bahrain stattfanden, ist eine Beteiligung eines aktuellen Fahrers an dem Skandal praktisch ausgeschlossen.

Als „Droga del Palloncino“ kam Lachgas zur Verwendung, weil Spitzensportler es bevorzugen, da es keine Spuren im Körper hinterlässt und nicht als Dopingmittel eingestuft wurde.

Die Treffen fanden häufig in exklusiven Hotels wie dem Hotel Me an der Piazza della Repubblica in Mailand statt, wo die Organisation eine feste Basis hatte.

Die illegale Organisation wurde vom 37-jährigen Emanuele Buttini und seiner Partnerin Deborah Ronchi geleitet, die sich derzeit bis zu weiteren Ermittlungen unter Hausarrest befinden. Über die Eventagentur Ma.De Milano rekrutierten sie seit 2019 mehr als hundert Frauen aus dem In- und Ausland.

Diese Frauen wurden in verschiedenen Rollen eingesetzt, von Hostessen bis hin zu Escortdamen, und bedienten die wohlhabendste Kundschaft. Ein Instagram-Account namens „Made_luxury_concierge“ bewarb exklusive Dienstleistungen und Reisen zu Zielen wie Mykonos.

Buttini und Ronchi behielten mindestens die Hälfte der Einnahmen und verlangten von den Frauen Miete für ihre Unterkünfte im Hauptquartier der Organisation. „In einem Fall wurde eine Kolumbianerin 2022 für EUR 1.000 zur Prostitution gezwungen, erhielt aber nach Abzug der Provision nur EUR 500.“

 

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