Der Monegasse Charles Leclerc startete schwach in seine erste Formel 1-Saison. Zwar hat das Alfa Romeo Sauber Team schon die ersten Punkte ergattert, dass diese ausgerechnet Marcus Ericsson einfährt war jedoch eine Überraschung. Was sind also die Gründe dafür, dass Leclerc noch nicht ganz angekommen ist?
Der Ferrari-Junior tut sich in der Formel 1 überraschend schwer und hatte in Bahrain keine Chance gegen seinen Teamkollegen.
Im Qualifying am Samstag drehte sich der Monegasse im entscheidenden Anlauf in Q1, am Sonntag haderte er mit den Reifen. „Irgendwie bin ich immer über dem Limit“, erklärt er. „Das war schon in Melbourne das Problem und hier jetzt wieder. Volle Attacke ist nicht immer gut und das ist genau mein Problem.“
Probleme mit Reifenmanagement
Ein enormes Problem stellen für den Formel 2-Überflieger die Reifen dar. Obwohl auch seine Ex-Rennserie seit Jahren auf Pirelli-Reifen setzt, gibt es Unterschiede, wie Teamchef Frederic Vasseur gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘ erklärt: „Charles muss noch verstehen lernen, dass das Reifenfenster in der Formel 2 viel größer ist. Das ist eine ganz andere Herangehensweise, die kleinen Details sind in der Formel 1 entscheidend.“
Ein anderes Thema: Das Tempo auf der Outlap. „Das ist in der Formel 2 viel weniger heikel.“ Der Grund: Dort werden die Zieltemperaturen für die Reifen auf dem Lenkrad eingeblendet. Das ist in der F1 nicht der Fall.
Und dann wäre da noch das Thema Erfahrung: “ Wenn Marcus mal ein Problem hat, kann er in seinen Erinnerungen kramen: ‚Ah, das war vergangenes Jahr in Malaysia genau so, und so haben wir es dann gelöst!‘ Das hat Charles natürlich nicht“, führt Vasseur weiter aus.
Leclerc greift also sowohl im Qualifying, als auch im Rennen noch zu sehr an und überfährt Auto und Reifen gleichermaßen. Ein weiterer ungewohnter Aspekt: Sowohl in Formel 2 als auch GP3 war er es gewohnt, vorne weg zu fahren oder spektakuläre Aufholjagden zu liefern. In der Formel 1 kämpft er nun um Positionen jenseits der Top 10.
„Das ist schon schwierig, weil ich immer im Kopf habe, das bestmögliche Resultat zu holen, aber jetzt auf ein verrücktes Ereignis hoffen muss, bei dem wir Glück haben“, findet er. „Es wird noch einige Zeit brauchen, bis ich mich auf diese Situation eingeschossen habe.“
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