Seit wenigen Tagen ist die Formel 1 Saison 2018 Geschichte und das Fazit der zweiten Saison unter der Ägide des amerikanischen Eigentümers Liberty Media fällt überwiegend positiv aus
Liberty Media möchte die Formel 1 zu einer sportlichen Show machen, bei der die Fans an einem Wochenende Weltklasseleistungen, Parties und Glamour erleben. Man wolle eine spannende Meisterschaft liefern, aber auch die pure Emotion dahinter aufzeigen. Das ist den Amerikanern zum Großteil gelungen, auch wenn noch nicht alles rund lief. Die Basis ist gelegt.
Tops
- Hamiltons Abgeklärtheit: Während sein WM-Rivale Sebastian Vettel sich immer wieder gravierende Fehler leistete, zeigte Lewis Hamilton eine fast makellose Saison. Man könnte behaupten, wir haben den bisher besten Hamilton gesehen.
- Die Spielberg Show: Wieder einmal zählte der Österreich GP nicht nur zu den bestbesuchten, sondern auch zu den stimmungsvollsten Rennen des Jahres. Dass quasi der Hausherr sich dann auch noch durch Max Verstappen den Sieg schnappt, ist legendär
- Leclercs Aufstieg: Jeder wusste vom Talent des Formel 2 Champions, aber was er auch Dank des stetig besser werdenden Sauber-Boliden immer wieder zeigte, war herausragend. Vettel darf sich warm anziehen
- F1 Vermarktung: Auch, wenn Vieles recht amerikanisch anmutet und der holprige Start von F1TV (siehe Flops) peinlich war, so hat Liberty Media gezeigt, dass man „Entertainment“ kann. Die Formel 1 ist abseits der Strecke eine deutlich bessere Show als zuvor.
- Saubers Comeback: Noch kurz vor der Saison hatte man befürchtet, dass die Schweizer das Rennjahr nicht überleben könnten. Doch die Partnerschaft mit Alfa Romeo brachte neuen Spirit und Leclercs Leistungen spornten sogar Paydriver Ericsson zu Höchstleistungen an
Flops
- Stallorder: Obwohl sie mittlerweile zum Sport dazugehört, ist die Stallorder immer wieder ein Spielverderber. Zum Beispiel hätten Siege von Räikkönen in Monza und Bottas in Russland, die WM deutlich abwechslungsreicher gestaltet.
- F1TV: Groß angekündigt, hochgejubelt und dann tief gefallen. Das vom neuen F1 Vermarkter Liberty Media betriebene Live Fernsehen hatte wochenlang technische Probleme und lief erst mit dem Europaauftakt.
- Ricciardos Dienstwagen: Bis zum Grand Prix von Kanada war Daniel Ricciardo sensationell im Titelkampf voll mit dabei. Doch acht technikbedingte Ausfälle raubten dem Aussie jede – noch so geringe – Chance auf die WM-Krone.
- Vandoornes Qualifying: Natürlich ist es nicht leicht sich gegen eine Legende wie Fernando Alonso durchzusetzen. Aber in 21 Qualifyings hätte es Teamkollege Stoffel Vandoorne zumindest einmal gelingen dürfen, schneller zu sein.
- Die Force India Farce: Seit Jahren kämpfte Teameigne Vijay Mallya mit dem Gesetz und gegen den Bankrott seines Teams. Aufgrund einer Intrige von Checo Perez kam es dann zur Übernahme durch Lance Strolls Vater. Doch in Russland vermutet man Betrug und klagt
Die besten Rennen
- China: Die Red Bull Piloten holten sich in einer Safety-Car-Phase frische Reifen und tricksten so die Konkurrenz aus. Während Ricciardo an die Spitze stürmte, krachte Verstappen in Vettel und beide fielen zurück.
- Aserbaidschan: Ab Runde 40 überschlugen sich die Ereignisse. Die beiden Red Bull Piloten krachten auf der Start-Ziel-Geraden in einander, Bottas übernahm die Führung hinterm Safety-Car, doch rollte er dabei über ein Trümmerteil und holte sich einen Platten. Hamilton kam so unverhofft zum Sieg.
- Deutschland: Sebastian Vettel kam als WM-Leader zum Heimrennen. Er führte im Nassen überlegen, riskierte dann zu viel und rutsche ins Kies, wo er steckenblieb. Mercedes holte durch Hamilton und Bottas einen unerwarteten Doppelsieg – die Wende im Titelkampf
Die Einzelbewertungen
- Fahrer der Saison: Lewis Hamilton (Mercedes)
- Neuling der Saison: Charles Leclerc (Sauber Alfa)
- Aufsteiger der Saison: Kevin Magnussen (Haas)
- Enttäuschung der Saison: Valtteri Bottas (Mercedes)
- Team des Jahres: Mercedes AMG F1
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