Indy 500 Sieger Marcus Ericsson glaubt, dass es einen grundlegenden Mangel an Vertrauen zwischen den Piloten und dem Team bei Ferrari gibt
Ericsson, der beim Alfa Romeo F1 Team ORLEN 2018 eine Saison lang Stallgefährte von Charles Leclerc war, vermutet, dass „Charles sehr frustriert ist. Ich denke, dass er dieses Jahr schnell war, aber es gab einfach viele Probleme.“
Im Talk mit Sky F1 führte Ericsson den Großen Preis von Frankreich als Beispiel für diese Frustration an, wo Leclerc von selbst abflog.
„Was in Paul Ricard passiert ist, oder einer der Gründe, warum es passiert ist, liegt meiner Meinung nach darin, dass Charles frustriert ist. Er will Rennen gewinnen, er will zurück in die Titeljagd und das ist einfach nicht der Fall.“
Dementsprechend würde der Monegasse dann „vielleicht ein bisschen zu viel pushen. Es wird hart für Charles, denn ich denke, er wird das Gefühl haben, dass er dieses Jahr die Gelegenheit hatte, wirklich um eine Meisterschaft zu kämpfen. Und er war wegen einiger Dinge, die er nicht kontrollieren konnte, nicht in der Lage.“
Ericsson gab zu, dass er überrascht war, wie die Dinge bei Ferrari nach einem so perfekten Saisonstart so schief gelaufen sind.
„Sie waren das ganze Jahr über so schnell. Und trotzdem schaffen sie es, 80 Punkte hinter Max Verstappen in der Meisterschaft zu liegen, und sie scheinen es ständig zu vermasseln, oder?“
„Wenn es keine Strategie ist, dann ist es das Auto, das eine Panne hat, oder Charles crasht. Es gibt immer etwas, so fühlt es sich an, und es ist einfach so verrückt, wenn sie ein so gutes Auto haben, und sie scheinen nicht davon profitieren zu können.“
Der Schwede sieht dabei den Ungarn GP als typisch: „Sie hatten eine sehr, sehr starke Position im Rennen. ließen Red Bull aber aus schlechteren Startpositionen vorbei. Ferrari hatte die einmalige Gelegenheit, einige Punkte zurückzugewinnen, und trotzdem schafften sie es, hinter Verstappen ins Ziel zu kommen, der das Rennen auch noch gewinnt. Ich kann echt nicht glauben, dass das Rennen für Rennen passiert.“
Da die Saison für Ferrari den Bach runtergeht, sagte Ericsson, er habe keine große Hoffnung, dass die Scuderia in den letzten Rennen des Jahres einige Fehler wiedergutmachen könne.
„Ich denke, das Problem aus Fahrersicht ist, dass Charles und auch Carlos die Entscheidungen anzweifeln, die die Boxenmauer während eines Rennens trifft. Das haben wir dieses Jahr schon einige Male gesehen. Da fehlt offensichtlich das Vertrauen.“
„Also ist es im Moment definitiv ein großes Fragezeichen. Jetzt haben sie so viele Punkte verloren, ich weiß nicht, ob es überhaupt eine Chance gibt, dass sie das jetzt in der zweiten Saisonhälfte aufholen können.“
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