Ericsson: ‚Schlechtes Timing für den Ausstieg‘

Ausgerechnet jetzt, wo Sauber nicht mehr zu den „Hinterbänklern“ zählt, wird Marcus Ericsson das Team verlassen. Der Schwede war 4 Jahre lang Teil der Mannschaft, sein Ausscheiden nach der laufenden Saison kommt nun für ihn zu einem „enttäuschenden Zeitpunkt“.

Der 28-jährige ging mit Sauber durch schwierige Zeiten, inklusive einer für ihn punktelosen Saison 2016. Dieses Jahr, nach der „Fusion“ mit Alfa Romeo, ist das Team groß im Aufschwung, bisher konnten 36 Punkte eingefahren werden, was momentan Konstrukteursplatz 8 bedeutet.

Eine noch größere Steigerung wird nächstes Jahr erwartet, jedoch wird sich das Team mit Giovinazzi und Räikkönen neu aufstellen, Ericsson wird nur noch als Testfahrer eingesetzt. „Natürlich war es hart, das zu akzeptieren“, sagte Ericsson gegenüber ‚Autosport‘. „Ich dachte schon, dass ich bleiben könnte, aber auf der anderen Seite verstehe ich auch die Gründe, wenn ein Pilot wie Kimi zu haben ist. Wenn man die Möglichkeit hat, einen Fahrer wie Kimi zu kriegen, wäre es unmöglich, diese Chance nicht zu nutzen. Also verstehe ich es, obwohl es enttäuschend für mich und meine Karriere ist.“

Der Schwede blickt in seine Vergangenheit mit Sauber: „Ich war hier und habe in echt schwierigen Zeiten so hart für das Team gearbeitet. Wir waren mit unserem Auto ganz hinten, Leute haben das Team verlassen und ich habe immer alles gegeben und versucht, die Sache umzudrehen. Ich bin immer positiv geblieben und habe das Team nie für irgendetwas beschuldigt. Und dann nicht weitermachen zu können, wenn das Auto und das Team endlich konkurrenzfähig werden, tut ein bisschen weh, aber das ist nun mal der Sport, den wir betreiben.“

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