Red Bull Racing Teamchef Christian Horner hat sich zur Benchmark für alle jungen, motivierten Teamchefs gemausert. Der Brite brachte all seine Kritiker zum Schweigen
Horner raste im Alter von 12 Jahren erstmals mit einem Kart umher und wechselte bald daraufin die FormelRenault. „Ab vier oder fünfhatte ich eineFaszination fürGeschwindigkeit undfuhr danach lange auf vernünftigem Niveau Rennen. Ins Management kam ich fast per Zufall, wohl einfach weilich nichtsanderes konnte.Aber die Sicht des Fahrers zu haben, war sehr wichtig. Daher versuchte ich, das Team so zu führen, wie ich es gerne als Fahrer gehabt hätte.“ Horner war als Rennfahrerin der BritischenFormel 3-Meisterschaftmit vierverschiedenen Teamszwischen 1993 und 1996 unterwegs, und ging dann in die Formel 3000. Als er realisierte, dass es nicht für die oberste Ebene reichen würde, begann er sich aufsTeam-Managementzu konzentrieren.“Ich warhart und ehrgeizigals Fahrer, und habe so wahrscheinlich mehr erreicht als mein Talent erwarten ließ. Allerdings war ichnur OK wie eben vieleFahrer.Also beschloss ich,meine Zukunftlag außerhalbdes Cockpits.Sie müssen einfach nurehrlich zu sich selbst sein“, sagte der Engländer. Mit gerade einmal25kämpfteer zunächst um gute Ergebnissemit seinemneu gegründetenTeamArden. Mit Tomas Engeund BjörnWirdheim holte Arden im Jahr 2002 die Fahrer-WM, aber Engewurdewegen eines positiven Drogen-Tests strafversetzt. Dennoch hielt Horners Team den SchwungundWirdheimsicherte sich in der Folgesaison überlegen den Titel mit 35Punkten Vorsprung. 2004 holte das neue Duo TonioLiuzziund RobertDoornbosverdient den Konstrukteurs-Titel, während Liuzziauch gleich die Fahrer-Krone kassierte. „Oft wird man unterschätzt, wenn man in jungen Jahreneinen Top Job bekommt.Das Alter sollte nie wirklichein Thema sein, denn es ist mehreine Frage, was und wie Sie es tun.“ Der bemerkenswerte Rekord seines Teams brachte ihm die Aufmerksamkeitvon Red BullBesitzerDietrichMateschitz, und als der Getränke-Unternehmer ein eigenesFormel 1Team stemmte, erhielt der Brite die Aufgabe dies umzusetzen.
Im November 2004 kaufte das österreichische Energy-Drink-Unternehmen das marode Jaguar F1 Team und machte Horner zum jüngsten Teamchef der Geschichte. Er versuchte jeder Abteilung des „geerbeten“ Teams wieder neues Leben einzuhauchen, um eine engagierte Mannschaft zu haben, die motiviert ist das eine Ziel, das Erreichen der Spitze, anzustreben. Wie riskant der Plan auch schien, Mateschitz behielt Recht, denn nur ein Jahr später war Horner in der Lage, die erste Podiumsplatzierung des Teams mit einem Sprung ins Red-Bull-Schwimmbad an der Energy Station beim Monaco-Grand-Prix als Superman verkleidet zu feiern. Lustigerweise kritisierten die Medien den damals 32-jährige, und ignorierten einfach, dass Sir Frank Williams und Ron Dennis im gleichen Alter waren, als in der Formel 1 Fuß fassten. Mithilfe von Aerodynamik-Guru Adrian Newey und Shooting-Star Sebastian Vettel schaffte Horner den ersten Rennsieg für Red Bull Racing in China 2009 und den ersten WM-Titel in der folgenden Saison. „Adrian war eine massive Verstärkung für uns, aber seine Motivation war nicht Geld. Er wollte Erfolg, wie jeder in unserem Team. Es geht um unsere Leidenschaft und unseren Geist. Wir haben nicht das Backing eines großen Automobilherstellers, das andere Teams haben. Das macht uns einzigartig und unterscheidet uns von vielen anderen Teams in der Startaufstellung „, so Horner. Indem er drei weitere Titel folgen ließ, machte er den österreichischen Rennstall zum Team, das es in der Eliteklasse des Rennsports zu schlagen gilt. „Ferrari ist ein Synonym für Erfolg in der Formel Eins. Sie zu besiegen ist ein enormer Schub für das Team und unterstreicht unser Engagement, an der Spitze der Formel 1 zu konkurrieren.“ Gleich bedeutend wie sein Gespür die besten Talente im F1-Fahrerlager zu einem kohärenten Ganzen zu formen, ist sein kluger Umgang mit seinen Starpiloten. „Viele Menschen sagten, Sebastian (Vettel) zu holen war ein Risiko, denn sein Vorgänger David Coulthard war Vizeweltmeister und hatte mehr Erfahrung. Aber Seb hat sich rasch entwickelt und er ist derzeit der beste Fahrer der Welt. Sie müssen Ihrem Instinkt vertrauen.“
Heute älter und weiser, ist Horner sehr wohl bewusst, wie schwer es ist, das Top-Team in der Sportart zu werden, aber wie viel schwieriger es ist, oben zu bleiben. „Nur weil Sie gewonnen haben, bedeutet das nicht, dass Sie sich ausruhen können. Nach jedem Sieg, fragen wir uns sofort was wir besser machen können. Die Formel 1 ist ein komplexes Geschäft. Gewinnen wird nur durch alle Teile unseres Teams ermöglicht, von den Fahrern, den Mechanikern an der Strecke, der Zuverlässigkeit und dem Design des Autos mit der Elektronik, oder der Qualitätskontrolle der Abteilungen.“ Die intensive Rivalität zwischen den Teams wurde durch die Regeländerungen für das Jahr 2014 weiter angeheizt. „Die Kosten in der Formel 1 sind extrem hoch, und jedes Mal, wenn Sie die Regeln zu ändern, gibt es eine Explosion. Aber die Änderungen 2014 sind gut für die langfristige Zukunft der Formel 1.“ Allerdings ist Horner bewusst, dass ein kleiner Fehler bereits die Hackordnung über den Haufen werden kann. „Wie man bei uns heuer gesehen hat, gibt es keine Garantien in nichts. Aber ich denke, wir haben gute Leute, und wir werden uns zurückkämpfen.“ Schließlich war Motorenlieferanten Renault der Pionier für Turbomotoren in der Formel Eins in den späten 1970er Jahren. „In der Vergangenheit haben sie einen guten Track Record, wenn es Regeländerungen gab und ich bin sicher, sie werden auch heuer wieder die Leistung finden.“ Aber 2014 dreht sich nicht nur um die Motoren, sondern auch um die Einschränkungen in der Aerodynamik, dem Spezialgebiet von Red Bull. „Natürlich mussten wir das Design des neuen Autos verändern, aber dennoch ist uns der Wagen gut gelungen.“
Proteste von Mercedes-Rivalen von FIA erhört
Die Proteste von Ferrari, Aston Martin, Audi und Co. haben gefruchtet, denn die FIA wird die Lücke bei der Motor-Verdichtungs-Messung schließen.
CELSIUS wird Energy Drink Partner von Aston Martin F1
Das Aston Martin Aramco Formula One Team hat eine exklusive, mehrjährige globale Partnerschaft mit der Premium-Energy-Drink-Marke CELSIUS abgeschlossen.


