Der Sieger eines unglaublich spektakulären Ungarn GPs hätte nicht passender sein können – Ferrari-Star Sebastian Vettel holte seinen ersten Erfolg in Budapest und widmete ihn dem verstorbenen Jules Bianchi
Mit einem Raketenstart zogen beide Ferrari-Piloten Vettel und Kimi Räikkönen an den Mercedes vorbei und enteilten dem Feld. Trotz zahlreicher Zwischenfälle im Rennen behielt Vettel immer die Übersicht und ließ sich auch durch eine späte Safety-Car-Phase nicht aus der Ruhe bringen. Der Deutsche holte sich den 41. F1-Sieg seiner Karriere und zog damit in der ewigen Bestenliste mit Ayrton Senna gleich. „Super Seb“ sandte im Augenblick des Triumphs über den Bordfunk auch Worte an Jules Bianchi in den Himmel: „Dieser Sieg ist auch für Dich Jules, denn wir alle wissen, dass auch Du früher oder später in diesem Team gefahren wärst. Du wirst immer in unseren Herzen sein.“ Weniger Glück hatte Teamkollege Räikkönen, der aufgrund eines Defekts des Hybird-Systems aufgeben musste. „Sebastian war einfach einmalig heute. Es tut uns leid für Kimi, denn auch er hätte am Podium stehen müssen“, so Teamboss Maurizio Arrivabene.
Vettel hat nun nur mehr 42 Zähler Rückstand auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton. Denn er und sein Mercedes-Kollege Nico Rosberg erwischten einen rabenschwarzen Tag. Polesetter Hamilton kam miserabel vom Start weg und fiel sofort weit zurück, und auch Rosberg konnte die Pace der Ferraris nicht mitgehen. Hamilton rutsche beim Neustart in Daniel Ricciardo und kassierte eine Durchfahrtstrafe. Als auch die Vettel-Verfolger Rosberg und Ricciardo kollidierten, war der Weg für den Ferrari-Star zum zweiten Saisonsieg frei. Wenige Runden vor Schluss sorgte der Aussie mit einem waghalsigen Manöver gegen Rosberg für einen Platten beim Deutschen und damit dem Ende aller Sieghoffnungen für Silber. Dementsprechend schmähstad war man im Mercedes-Lager.
Angekündigte Wiederauferstehung
Wie von Christian Horner angekündigt, wurde der Hungaroring zum Comeback für sein Red Bull Team, denn Daniil Kvyjat holte sich Platz 2, obwohl er Mitte des Rennens einen Platten hatte, und Stallgefährte Ricciardo wurde nach zahlreichen harten Kontakten doch noch Dritter. Dementsprechend zufrieden war man im Bullenlager über das erste Podium seit Singapur 2014, und dann gleich doppelt. „Wir sind natürlich sehr glücklich mit diesem Ergebnis, aber wenn man den Rennverlauf betrachtet, wäre vielleicht sogar noch mehr drinnen gewesen. Aber man darf nicht unbescheiden sein. Wir wussten, dass wir hier konkurrenzfähig sein werden und daher ist es umso wichtiger, dass wir die Punkte auch geholt haben“, so Horner. Auch die „kleinen Bullen“ schlugen zu, denn sensationell holte Max Verstappen Platz 4, McLaren freute sich über Fernando Alonso als Fünften. Das Safety Car kam allerdings deutlich zu früh herein, als das restliche Feld noch nicht aufgeschlossen hatte. Dadurch wurden die Piloten ab Platz 4 benachteiligt.
Mick Schumacher freut sich besonders auf Ovalrennen
Mick Schumacher ist endgültig im US-Motorsport angekommen und freut sich besonders auf die Ovalrennen
Hill glaubt an Sensation durch Aston Martin
Damon Hill glaubt, dass das Aston Martin Aramco Formula One Team 2026 „die große Überraschung“ sein könnte und erinnert dabei an Brawn GP.
