DRS: Schwachpunkt der F1

Im letzten Rennen, welches Lewis Hamilton aus der Box starten musste, legte der Weltmeister eine glänzende Vorstellung hin und überholte dabei fast das ganze Feld. Freuen konnte er sich aber über diese Leistung nur bedingt.

Mit 10 Überholmanövern während des GP in Brasilien landete der Brite immerhin noch auf dem vierten Platz vor Iceman Kimi Räikkönen. Dabei fanden die meisten Manöver in Kurve 1 statt und unter Hilfe des Drag Reduction Systems, kurz DRS. Dieses System erlaubt es die Heckklappe zu öffnen. Dadurch wird der Luftwiderstand reduziert und man gewinnt mehr Speed, doch Lewis Hamilton sieht dieses System als eine oberflächliche Lösung für ein viel tiefgreifenderes Problem in der Formel 1. „Ehrlich gesagt kam mir keines meiner Überholmanöver besonders speziell vor. Ich bin kein großer Fan des DRS. Ich denke, dass DRS es ermöglicht zu überholen, aber es ist wie ein Pflaster für die ultimative Schwachstelle des ganzen Konzeptes eines Formel 1 Autos: man kann nicht folgen.“, äußert sich Hamilton zu seiner Verfolgungsjagd in Brasilien, „Man muss nur nahe ranfahren und dann DRS verwenden, und das ist ganz anders als Go-Kart fahren, wo man nah ranfahren muss und dann sich vorbei manövrieren muss. Mal von Kurve 1 abgesehen, war ich ganz zufrieden, aber da war kein anderes Überholmanöver von mir, das man besonders hervorheben kann.“

Das DRS System gibt es nun schon seit 2011, damals hat man dieses System installiert, damit es mehr Überholmanöver gibt. Die diesjährigen Regeländerungen machten die Autos noch schneller, was es den F1-Fahrern erschwert am Vordermann dran zu bleiben. Eine mögliche Lösung wäre ein umgekehrtes Starterfeld. Doch Weltmeister Hamilton fürchtet, dass auch dies nicht viel ändern würde, da es in den vorderen Platzierungen kaum Überholmanöver gibt. Für ein erfolgreiches Überholen ist auch die Deltazeit wichtig. In Interlagos ist diese geringer als sonst wo, doch auf diesem Kurs ist es schwieriger zu überholen. „Auf den meisten Rennstrecken beträgt die Deltazeit, die es braucht um das Auto vor einem zu überholen, eine bis eineinhalb Sekunden. Man muss also eineinhalb Sekunden schneller sein und das ist eine ganze Reifenmischung und etwas dazu. Das zeigt, dass es offensichtlich eine Schwachstelle im Design der Autos gibt, obwohl sie dieses Jahr fantastisch sind, aber das ist eine Sache die wir in der Zukunft besser machen können.“, erklärt Hamilton das Problem.

 

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