Dreikampf in Japan

Beim Russland GP hieß die Modefarbe Silber, doch im Land der aufgehenden Sonne erwartet alles ein Sieg-Comeback der Ferraris, Red Bull will auch mitreden

Auch wenn Mercedes in Sotschi beim Russland GP einen Doppelsieg einfahren konnte, weiß Sportchef Toto Wolff, dass man „Glück gehabt“ habe, denn Ferrari hat in den vergangenen Wochen große Fortschritte gemacht, vor allem in Sachen Topspeed. Sie sind sicher aktuell die Messlatte.“ Diese Trendwende erklärt sich der Österreicher mit der Tatsache, „dass wir seit langer Zeit keine Updates eingesetzt haben und auch nicht optimal unterwegs waren. Ein paar unserer Entscheidungen waren unglücklich und so haben wir Siege vergeben. Aber in Sotschi wurde aus Pech wieder Glück.“ In Japan wird Mercedes nur mit ein paar kleineren Updates aufkreuzen, „Dinge, die wir gerne ausprobieren würden, aber keine großen Schritte.“ Dennoch ist Wolff sicher, dass „wir auf Augenhöhe mit den Roten sind, wenn wir alles gut hinbekommen.“ Während Mercedes die ersten acht Saisonrennen gewann, konnte man von den zweiten acht „nur“ zwei für sich entscheiden.

Ferrari freut sich

In Maranello freut man sich auf den Ausflug ins Formel 1 verrückte Japan, denn Suzuka ist eine von Sebastian Vettels Lieblingsstrecken. „Suzuka wird sicher toll, denn das ist noch eine von den Old School Strecken, die sich nicht immer wieder modifiziert haben. Der Kurs ist sehr schnell mit vielen großartigen Kurven. Allein der erste Sektor ist fast das Beste, was Du im Racing findest“, schwärmt der Deutsche. Auch Teamkollege Charles Leclerc rechnet sich einiges aus. „Unser Auto hat in Monza, aber auch in Singapur sehr gut funktioniert. Wir waren auf beiden Strecken, die komplett gegensätzliche sind, schnell. Das zeigt, wir machen stetig Fortschritte und werden daher auch in Suzuka nicht langsam sein.“ Der Monegasse warnt aber, dass man nicht nur an einen Zweikampf zwischen Ferrari und Mercedes glauben darf. „Honda ist dort zuhause, also wird auch Red Bull Racing sicher stark sein.“

Marko will Sieg

Vor der Saison hat sich Red Bull Motorsportdirektor Helmut Marko weit aus dem Fenster gelehnt und fünf Rennsiege gefordert. Bislang hat es aber erst zweimal fürs oberste Treppchen gereicht, daher muss noch was kommen. Doch Marko ist zuversichtlich: „Wir haben mit Honda zuletzt intensiv auf Suzuka hingearbeitet und setzen dort ein großes Motor-Update ein und wir kriegen einen neuen Sprit. Davon erhoffen wir uns einen signifikanten Zugewinn. Zudem passt Suzuka vom Streckenverlauf wieder zu unserem Auto.“ Max Verstappen war in allen drei RBR Einsätzen in Japan am Stockerl – 2016 & 2017 als Zweiter, letztes Jahr als Dritter. „Suzuka ist eine schöne Strecke, die ich sehr mag. Sie liegt mir gut und auch unserem Wagen. Ich denke also, wir sollten in der Lage sein, ganz vorne mitzumischen.“

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