Domenicali: „Wir fahren gerne wieder in Deutschland“

Laut Formel-1-Boss Stefano Domenicali könnten die deutschen Motorsport-Fans durchaus wieder einen Heim Grand Prix erleben. Allerdings müssten dazu Veranstalter und Politik die Initiative ergreifen und die nötigen Rahmenbedingungen setzen

„Wenn ich selbst keinen Anruf mache, sehe und höre ich wenig aus Deutschland. Sie reden, reden, und reden, aber am Ende des Tages brauchen wir Fakten auf dem Tisch,“ so Domenicali zur SPORT BILD

Für den 57-Jährigen ist es „ein Rätsel, wie man heutzutage kein Business rund um einen Grand Prix aufbauen kann.“ Anscheinend sei die Situation in Deutschland „komplizierter als in anderen Ländern“, in denen das Geld für Motorsport lockerer sitzt.

Auch Domenicali würde einen Lauf am Nürburgring oder am Hockenheimring befürworten, „aber der Grand Prix muss sich für alle Seiten lohnen. Wir können nicht alle Kosten übernehmen. Dafür müssen wir einen Weg finden. Kriegen sie das hin, werden wir auch wieder ein Rennen in Deutschland haben.“ Zuletzt war die Formel 1 2020 wegen der Corona-Pandemie in der Eifel zu Gast.

Der Italiener unterstreicht aber, dass, anders als oft gerade in Deutschland kolportiert und angeprangert, nicht Geld allein ausschlaggebend sei.

„Würden wir nur auf unser Bankkonto schauen, würde der Kalender definitiv anders aussehen. Dann gäbe es sicher noch mehr Rennen in den USA, aber natürlich auch in Russland.“

„Für ihr Rennen in Sotschi haben die Russen deutlich besser als nur gut gezahlt, die Summen waren zum Teil verrückt. Aber es gibt Dinge, die nicht verhandelbar sind. Es wird dort kein Rennen mehr geben,“ so der Ex-Ferrari-Boss weiter.

 

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