Mit dem Grand Prix von Belgien kehrt die Formel 1 aus der Sommerpause zurück und viele Fans hoffen auf einen Angriff auf Silber
Der Circuit de Spa-Francorchamps ist mit seinen sieben Kilometern Länge und 21 Kurven auch heute noch eine der größten Herausforderungen im Motorsport. Auch in der Formel 1 siegten nur die Besten der Besten auf der Berg- und Talbahn in den belgischen Ardennen. In den letzten zehn Jahren gewannen mit Lewis Hamilton, Sebastian Vettel (je dreimal), Kimi Räikkönen, Jenson Button, Nico Rosberg und Daniel Ricciardo bis auf den pfeilschnellen Aussie nur Weltmeister. Und auch heuer geht WM-Leader Hamilton als Favorit ins Rennen.
Hamilton vorsichtig
Doch der Brite ist trotz einer schier uneinholbaren Führung von 62 Punkten in der Gesamtwertung auf seinen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas nicht wirklich überzeugt, dass die zweite Saisonhälfte auch so beinahe reibungslos verläuft wie die erste. Hamilton erkennt bei Red Bull Racing um Max Verstappen einen klaren Aufwärtstrend und erinnert an die Saison 2009 als der damalige „Bulle“ Vettel Brawn GP Sensationsweltmeister Button fast noch abfangen konnte. „Ich denke, Verstappen und Red Bull haben einen großartigen Job gemacht und sie werden von Rennen zu Rennen stärker. Natürlich haben wir noch einen guten Vorsprung, aber wir müssen weiter konzentriert bleiben. Es hat schon einige Saisonen gegeben, wo ein Fahrer vorzeitig als Weltmeister gefeiert wurde und dann ging es sich am Ende gar nicht aus.“
Bullen im Aufwind
Verstappen ist sicherlich der Mann der Stunde. Der Niederländer fuhr in den letzten vier Grands Prix nicht nur zwei Siege ein (Österreich und Deutschland), sondern holte als einziger auch mehr Punkte als Hamilton (79:63). „Sicher ist es leichter aufzuholen als die Spitze zu verteidigen, aber ich erwarte, dass Red Bull weiterhin schneller werden wird. Wir müssen aber auf uns selbst schauen und hart arbeiten, denn wir haben alle Qualitäten im Team um Erste zu werden“, so Hamilton weiter. Aber auch Verstappen weiß, was er seinen Fans, die wohl wieder in Scharen aus Holland ins benachbarte Spa strömen werden, schuldig ist: „Ich fahre nach Spa um dort zu gewinnen, nicht nur für die Show“, ließ der Niederländer wissen. Dennoch ist man sich bei den Bullen bewusst, dass es wohl vielmehr darum geht, noch Bottas von Rang 2 zu verdrängen als den Titel zu holen. „Lewis müsste schon bei drei Rennen zu Hause bleiben oder sich eine Fußpilzinfektion zuziehen. Mercedes müsste schon extrem viel Mist bauen, um diese Weltmeisterschaft nicht zu gewinnen und das wird nicht passieren“, sagt Red Bull Teamchef Christian Horner.
Rote schwer einschätzbar
Und Ferrari? Ja, die fahren auch noch mit. Außer Bahrain (durch Charles Leclerc) und in Kanada (durch Vettel) hatten die Roten heuer nichts mit dem Rennsieg zu tun. „Ich muss kritisch mit mir selbst sein und einen besseren Job abliefern. Es war ein Auf und Ab. Manche Rennen waren besser, andere schlechter“, so der Deutsche. In der zweiten Saisonhälfte will Vettel es „Rennen für Rennen angehen. Das müssen wir in unserer Position. Der Fokus liegt auf der Entwicklung des Autos. Während der meisten Rennen fühlte ich mich im Auto überhaupt nicht wohl und das hat sich geändert. Daher denke ich, dass ich mich in der zweiten Saisonhälfte steigern kann.“ Spa wäre eine gute Gelegenheit, denn der Topspeed des Ferrari ist spitze.
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