Die Highlights in 54 Jahren Formel 1 in Österreich

1963 fand der erste GP von Österreich statt. Seit 1970 geht das Rennen immer in Spielberg über die Bühne. Aus dem Österreichring wurde zuerst der A1 Ring und dann der Red Bull Ring

Formelaustria.at hat für Euch alle wichtigen Facts und Figures zusammengestellt.

Der erste Sieger:

Jack Brabham gewann das Flugplatzrennen in Zeltweg 1963. Nachdem seine schärfsten Rivalen Jim Clark, Jo Siffert und Innes Ireland ausgefallen waren, deklassierte der Aussie das restliche Feld. Brabham siegte mit satten fünf (!) Runden Vorsprung. Bei diesem Rennen debütierte auch Jochen Rindt in der Formel 1. Der Weltmeister von 1970 fiel leider mit Defekt aus.

Die Überraschungssieger:

  • Vittorio Brambilla siegte 1975 in einer Regenschlacht und war nach der Zieldurchfahrt so begeistert, dass er beide Hände vom Lenker zum Jubel nahm und in die Leitplanke crashte.
  • Ein Jahr später errang der Nordire John Watson in Abwesenheit von WM-Dominator Niki Lauda, der noch im Krankenhaus lag, und dessen Ferrari Team seinen Premierensieg. Es war auch der bis heute einzige Formel 1 Erfolg für das US-amerikanische Team Penske.
  • 1977 kämpfte sich Alan Jones auf dem unterlegenen Shadow-Ford von Platz 14 auf P1 durchs Feld und holte den ersten Sieg eines Australiers seit Jack Brabham 1970.
  • 1982 entschied Elio de Angelis das Beschleunigungsduell auf der Zielgeraden gegen den späteren Weltmeister Keke Rosberg für sich und schaffte um 0,125 Sekunden den Sieg im Fotofinish. Es war der erste GP Sieg für den Italiener, wäre aber auch der Debütsieg für seinen finnischen Rivalen gewesen.

Der Heimsieger:

Niki Lauda krönte sich im Jahr seines dritten WM-Titels auch zum bislang einzigen Heimsieger in Spielberg. Der damalige McLaren-Star überholte in Runde 40 den Führenden Nelson Piquet und brachte den Sieg ins Ziel. Allerdings hatte er unmittelbar danach massive Getriebeprobleme, doch Polestter Piquet glaubte, Lauda würde nur mit ihm spielen und attackierte daher nicht mehr. „Es war wirklich eine kuriose Situation. Ich war sehr schnell unterwegs, holte rasch auf Piquet auf und zog dann an ihm vorbei. Danach konnte ich aber 1-2 Gänge nicht mehr einlegen und schleppte mich ins Ziel. Ich hab dann auf dem Podium Nelson gefragt, warum er nicht mehr angegriffen hatte. Er hatte gedacht, ich spiel mich mit ihm und hätte jederzeit schneller fahren können“, erinnert sich Lauda noch heute mit einem Grinsen im Gesicht. Seither konnte sich kein Österreicher mehr in die Siegerlisten eintragen. Gerhard Berger lag 1986 lange in Führung und sah wie der sichere Sieger aus, ehe ihn ein Elektrikdefekt stoppte.

Der Sieg der Schande:

2002 dominierte Ferrari-Pilot Rubens Barrichello das gesamte Wochenende, war vom ersten Training bis zum Rennen der überlegene Mann. Doch Ferrari Teamchef Jean Todt hatte andere Pläne und lotste Stallgefährte Michael Schumacher per Stallorder noch an Barrichello vorbei. Er funkte dem Brasilianer ‚Let Michael pass for the Championship‘. Dieser ließ Schumi auf der Zielgeraden in der letzten Runde vorbei und die Fans quittierten die Aktion mit einem gellenden Pfeifkonzert. Barrichello hatte 69 von 71 Runden geführt. Schumi holte Rubinho dann aufs oberste Stockerl, was aber die buhende Menge nicht wirklich beruhigen konnte. Todt und Ferrari wurden in den Tagen danach nicht nur in den Medien, sondern auch von den Fans in den sozialen Netzwerken massiv attackiert.

Die Rekordhalter:

  • Fahrer mit den meisten Siegen: Alain Prost (3)
  • Team mit den meisten Siegen: McLaren (6)
  • Fahrer mit den meisten Poles: Niki Lauda & Rene Arnoux (je 3)
  • Team mit den meisten Poles: Ferrari (7)
  • Fahrer mit den meisten schnellsten Runden: David Coulthard (3)
  • Team mit den meisten schnellsten Runden: McLaren (8)
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