Die Formelaustria Semsterzeugnisse: Teil 2 – Philipp Eng

In vielen Ländern haben die Sommerferien begonnen oder laufen bereits – so auch im Motorsport! Damit ist es Zeit für einen Leistungscheck: Wie haben sich unsere rot-weiß-roten Piloten in der ersten Saisonhälfte 2018 geschlagen?

Formelaustria sieht sich den bisherigen Saisonverlauf der heimischen Rennstars an und stellt ihnen quasi Semesterzeugnisse aus. Im zweiten Teil unserer Serie widmen wir uns Philipp Eng. Der Salzburger gab heuer sein Debüt in der DTM und war auch bei den 24 Stunden von Le Mans und bei den 24 Stunden von Spa am Start – und das mit Erfolg!

Tourenwagen Profi

Er ist in Sachen „Tin-Top Cars“ schon alles gefahren, was es zu fahren gibt.
Und er hat auch schon alles gewonnen. Philipp Eng machte 2006 in der
deutschen Formel BMW seine ersten Erfahrungen im Formelsport, fuhr dann
Formel 3 und Formel 2, ehe er 2011 erstmals bei den Tourenwagen einstieg. 2014 gewann er den Porsche Carrera Cup Deutschland, verteidigte im Folgejahr den Titel und holte sich gleichzeitig die Krone 2015 im Porsche Mobil 1
Supercup. Nach tollen Auftritten in der ADAC GT Masters und der Blancpain GT Series in den vergangenen beiden Saisonen bekam er 2018 die Chance von BMW in der DTM an den Start zu gehen.

 

Starker Rookie

Eng hat mit seinen bisherigen Resultaten in der DTM voll überzeugen können. Der 28-Jährige Salzburger tat sich beim Saisonauftakt auf dem Hockenheimring noch schwer, überraschte aber bereits beim Lausitzring mit einer Pole
Position und einem Podium. Beim chaotischen Regenrennen auf dem Hungaroring behielt „Peng“ den Durchblick und konnte einen weiteren Pokal mitnehmen. „Ich bin mit der ersten Saisonhälfte sehr zufrieden. Nach dem schwierigen
Start in Hockenheim war ich unglaublich froh, auf dem Lausitzring bereits am Podium zu stehen. Es ist eine Last abgefallen. Ich war froh zu zeigen, dass ich ein DTM Auto schnell bewegen kann. Auf den ersten Sieg muss ich zwar noch warten, allerdings greife ich weiter voll an“, so Eng.

 

Mister Langstrecke
Auch bei den legendären 24 Stunden von Le Mans und bei den 24 Stunden von Spa startete der BMW-Pilot. Ende Juli konnte Eng mit seinen Teamkollegen bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere das Rennen auf der belgischen
Traditionsstrecke gewinnen. Bereits 2016 triumphierte er in einem BMW M6 GT3. In Le Mans gab es leider nichts zu feiern. Im komplett neuen BMW M8 GTE musste man sich am Ende mit Gesamtrang 34 begnügen, vor allem wegen der
mangelnden Pace des Autos. Der Münchner Dienstwagen war der Konkurrenz schlichtweg unterlegen.