Der weiße Fleck

grand-prix-in-spielberg-rosberg-gewinnt-schwerer-crash-41-58739744Außer WM-Leader Rosberg konnte sich noch keiner der aktuellen Toppiloten in die Siegerliste am Red Bull Ring eintragen – das soll sich heuer ändern

Sowohl 2014 als auch 2015 stand Nico Rosberg in Spielberg am obersten Treppchen und möchte natürlich seine aktuelle WM-Führung mit einem Hattrick beim Österreich GP ausbauen. „Ich mag die Strecke in Spielberg sehr. Sie ist schnell und das ständige Auf-und-Ab erinnern an eine Achterbahn“, so der Mercedes-Star, der schon bei seinem ersten Antreten schaffte, was seinem Vater Keke in acht Anläufen nicht gelang. Doch ganz so leicht wollen es ihm seine Titelrivalen Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo oder Kimi Räikkönen nicht machen. Gemeinsam hat das Quartett nicht weniger als 110 Grands Prix gewonnen – aber noch keinen einzigen auf österreichischem Boden. Fairerweise muss erwähnt sein, dass der rot-weiß-rote Grand Prix von 2004 bis 2013 nicht stattfand und es daher wenig Gelegenheit zum Einheimsen von Siegespokalen im Aichfeld gab. Hinter seinem Stallgefährten Rosberg klassierte sich Hamilton in den letzten beiden Jahren immer als Zweiter. Vettel wurde im Vorjahr Vierter, der „Iceman“ hat Platz 2 aus dem Jahr 2003 als bestes Ergebnis zu Buche stehen. Für Ricciardo war der Red Bull Ring bislang keine Reise wert. Mehr Spaß hatte der Aussie da wohl beim City Run in Wien letzten April.

watsonAußenseiter mit Chancen

Spätestens seit der überraschenden Pole Position von Felipe Massa 2014 im Williams F1 und dem nachfolgenden Stockerlplatz seines Teamkollegen Valtteri Bottas ist klar, dass in Spielberg auch Underdogs eine Siegchance haben. 1975 holte sich Vittorio Brambilla auf March den Sieg im strömenden Regen, ein Jahr später siegte John Watson sensationell für das US Team von Roger Penske. 1977 überraschte der noch junge Alan Jones im Hinterbänkler Shadow und 1982 holte Elio de Angelis auf den letzten Metern gegen Keke Rosberg einen seiner beiden Formel 1 Siege. Dazu muss aber die Pace stimmen und das können auf High-Speed-Strecken aus dem Mittelfeld wohl nur Williams und Force India von sich behaupten. „Ich fühle mich am Red Bull Ring immer wohl. 2014 konnte ich als Dritter aufs Podium. Letztes Jahr hatte ich ein wenig Pech und wurde nur Fünfter. In den letzten Rennen lief es für uns wieder gut, daher möchte ich in Österreich schon ums Podium mitkämpfen“, so Bottas. Perez, der Dritte von Baku, kommt natürlich mit einem Hochgefühl nach Spielberg: „Platz 3 beim Europa GP war natürlich ein Highlight. Unser Wagen war perfekt, auf den Geraden und den High-Speed-Kurven extrem schnell. Vielleicht können wir in Österreich wieder überraschen.“ Der Mexikaner markierte bei der Formel-1-Rückkehr in die Steiermark 2014 die schnellste Runde.

Formula Unas - PortraitFormula Unas startklar

Beim Rennen in Spielberg werden wieder 50 „Formula Unas“ das Rennen behübschen. Aus 1000 Bewerberinnen wurden sie per Publikumsvoting und von einer Fachjury ausgewählt, Charisma und eine Leidenschaft für die Formel 1 waren neben dem gewissen Äußeres Grundvoraussetzung. Am Rennwochenende werden die Unas die Startnummern der Fahrer hochhalten, Fahnen tragen, Geschenke überreichen, bei diversen Siegerehrungen assistieren, uvm. Schon traditionell werden die Unas aber nicht in hautengen Uniformen posieren, sondern wieder „Grid Girls im Dirndl“ sein, wie Ex-Red Bull Ass Vettel sie bezeichnet. Der Deutsche ist aber nicht der große Favorit der Ladies – die meisten halten Titelverteidiger Lewis Hamilton die Daumen. Als Überraschungssieger haben die Girls Red Bull Shooting Star Max Verstappen auf der Rechnung. Und wenn sie sich fürs Leben binden müssten, bekäme ein Formel-1-Pilot trotz EURO 2016 den Vorzug gegenüber einem Starkicker. „Da wir alle Motorsport-begeistert sind und die Rennfahrer mehr Power unterm Hintern haben“, gibt die Burgenländerin Anna Jungle augenzwinkernd zu.

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