Um Nico Rosberg noch abzufangen, muss Lewis Hamilton die letzten vier WM-Läufe gewinnen. Der erste Streich soll kommende Woche in Austin folgen
Lewis Hamilton hat noch vier Rennen Zeit, um seinen Titel zu verteidigen und damit WM-Leader Nico Rosberg die Suppe doch noch zu versalzen. Doch die Aufgabe ist nicht nur unglaublich schwierig, nicht einmal der Brite selbst glaubt noch wirklich an seine Chance. „Ich denke, das war’s“, sagte er nach seinem Ausfall in Malaysia, als ihn in Führung liegend der Motor platzte. Beim jüngsten Grand Prix in Japan holte Rosberg den neunten Sieg des Jahres, während Hamilton mit Platz 3 nicht mehr als Schadensbegrenzung betreiben konnte. Es sind noch 100 Punkte maximal zu holen. Rosberg liegt aktuell 33 Zähler vorne. Gewinnt Hamilton alle vier Rennen gewinnen, hält er bei 380 Punkten. Wird Rosberg immer Zweiter, ist er mit 385 Zählern dennoch Weltmeister.

Experten glauben an Rosberg
„Nico wirkt enorm abgeklärt und souverän. Ich denke, heuer wird er es machen“, sagte Rennlegende Gerhard Berger. Auch sein ehemaliger Teamkollege Jean Alesi tippt auf den Deutschen: „Lewis hat dieses Jahr nicht die Sicherheit der letzten Saisonen. Nico hingegen präsentiert sich stärker denn je. Er wird es diesmal schaffen.“ Und der Schweizer Sky-Experte, Ex-Rennfahrer Marc Surer kann sich sogar vorstellen, „dass Nico weiter gewinnt und es somit schon frühzeitig entscheidet.“ In ihren beiden gemeinsamen Mercedes-Jahren stand in Austin jeweils Rosberg auf der Pole und Hamilton gewann das Rennen. „Damit wäre ich heuer absolut zufrieden“, grinste der Brite, der natürlich voll angreifen wird. „Meine einzige Chance ist, jedes Rennen ganz oben zu stehen. Die Klasse und das Material dazu habe ich. Aber natürlich wird Nico etwas dagegen einzuwenden haben.“
Neustart für „Hülk“
Ein anderer Nico, nämlich Nico Hülkenberg, wagt einen kompletten Neustart. Der Deutsche wechselt für 2017 von Force India zu Renault und hat mit dem französischen Werksteam in den nächsten Jahren Großes vor. „Es ist kein Geheimnis, dass wir einen Topfahrer für unser Projekt gesucht haben. Den haben wir mit Nico nun gefunden“, strahlte Renault F1 Teamchef Frederic Vasseur. „Ich will das Auto entwickeln und eine neue Erfolgsgeschichte schreiben“, freut sich „Hülk“ auf seine neue Aufgabe. Wer nächstes Jahr sein Teamkollege sein wird, steht noch nicht fest, denn sowohl Jolyon Palmer als auch Kevin Magnussen stehen auf der Abschussliste. Einer der Wunschkandidaten im französischen Nationalteam wäre Esteban Ocon, der derzeit seine Rookie-Saison bei Manor GP bestreitet. Allerdings ist Ocon ein Mercedes-Junior, weswegen ein Wechsel zu Renault nicht so einfach sein wird.

Endlich wieder ein Kanadier
Kanada hat eine große Tradition in der Formel 1 Historie. Peter Ryan war 1961 in Watkins Glen der erste Pilot mit dem Ahornblatt am Helm. Der berühmteste Name ist selbstverständlich Villeneuve – denn Vater Gilles begeisterte bei Ferrari ehe er 1982 tödlich verunglückte und Sohn Jacques holte 1997 mit Williams den Weltmeistertitel im Hassduell gegen Michael Schumacher. 2017 wird mit Lance Stroll der 14. Kanadier am Formel 1 Grid stehen. Der im Oktober 1998 geborene Frankokanadier ist vor wenigen Tagen neuer Formel-3 Europameister geworden und wird kommende Saison das Williams-Cockpit von Veteran Felipe Massa übernehmen.
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