Formelaustria Markenbotschafterin Corinna Kamper analysiert für uns das Traditionsrennen in Monaco, den Heimsieg von Leclerc, den bösen Crash zwischen Perez und Magnussen, und vieles mehr
Der Bann ist endlich gebrochen! Im dritten Anlauf von der Pole hat es Charles Leclerc endlich geschafft – er sicherte sich den lang ersehnten Heimsieg. Es war Leclercs sechster Karriereerfolg und zugleich der 70. Grand Prix von Monaco. Auch wenn das Rennen selbst wenig Spannung versprühte, sorgte Leclercs Sieg für große Begeisterung im Fahrerlager, und viele freuten sich mit ihm.
Oscar Piastri setzte mit Platz 2 die beeindruckende Leistung von McLaren fort, indem er einen kühlen Kopf bewahrte. Das Podium wurde durch Carlos Sainz komplettiert, der allerdings Glück mit der roten Flagge hatte, sonst das Rennen nicht fortsetzen hätte können.
Für Leclerc war dieser Sieg besonders emotional. Zehn Runden vor Schluss hatte er bereits Tränen in den Augen, was zeigt, wie wichtig dieser Triumph für ihn ist. Er widmete ihn seinem verstorbenen Vater, dessen größter Wunsch es war, dass sein Sohn in Monaco siegen würde.
In letzter Zeit gab es zwei erfreuliche Geschichten in der Formel 1: den Premierensieg von Lando Norris, und nun diesen von Charles Leclerc. Lange schien es, als würde ein Fluch auf dem Monegassen lasten, doch nun hat sich das Blatt für ihn gewendet. Er war schon immer schnell auf seiner Heimstrecke und dieses Jahr hat er sich zu einem vollständigen Fahrer entwickelt.
Die aufregendsten Momente des Rennens ereigneten sich schon in Runde 1. Ich bin gespannt, wer eurer Meinung nach, die Schuld an diesem heftigen Crash trägt. Meiner Meinung nach war es ein klassischer Rennunfall. Man könnte sowohl Kevin Magnussen als auch Sergio Perez die Schuld geben, wobei ich eher Magnussen in der Verantwortung sehe. Er hatte die volle Sicht und Kontrolle über die Situation. Andererseits hätte Perez vielleicht mehr Platz lassen sollen, doch bei dieser hohen Geschwindigkeit und den engen Straßen ist das viel verlangt. Perez sah Magnussen zweimal im Rückspiegel und hätte nach links ausweichen können. Dennoch denke ich, dass Magnussen mehr Abstand zur rechten Wand und zu Perez hätte halten können.
Für Kevin Magnussen war das Timing besonders schlecht, da er nicht nur um einen neuen Vertrag kämpft, sondern auch kurz vor einer Rennsperre steht. Er geht definitiv zu viele Risiken ein und kann froh sein, dass er keine weiteren Strafpunkte erhalten hat. Die Kommunikation innerhalb des Teams war zudem eine absolute Tragödie und sehr peinlich.
Esteban Ocon wollte sich nach einem enttäuschenden Qualifying beweisen, doch Monaco ist dafür der falsche Ort. Er wollte schneller sein als sein Teamkollege, doch das ging nach hinten los. Teamchef Bruno Famin hat in der Vergangenheit gesagt, dass er mit den beiden Fahrern zufrieden sei, doch diese waren noch nie beste Freunde. Irgendwann muss man möglicherweise über Veränderungen nachdenken, denn ein gutes Klima im Team ist unendlich wichtig.
Max Verstappen äußerte, dass der Red Bull nicht zu Monaco passt. Das Team wusste, dass es ein schwieriges Wochenende würde, und hat das Beste daraus gemacht. In Sachen Rennpace hat sich Aston Martin aus den Top 5 verabschiedet. Sie sind meiner Meinung nach nur mehr auf Augenhöhe mit den Racing Bulls. Es bleibt spannend, wer im Laufe des Jahres die richtigen Schritte macht und sich verbessern kann.
Das Rennen wäre spannender gewesen, wenn es zu Beginn keine rote Flagge gegeben hätte, da wir dann mehr strategische Spielereien gesehen hätten. Trotz des eher mittelmäßigen Rennverlaufs muss man Monaco als historisches Rennen verstehen. Wenn in jedem Rennen viele Überholmanöver stattfinden würden, wäre dies bald Normalität. So sorgt Monaco für Abwechslung in der taktischen Herangehensweise.
Bis zum nächsten Mal,
Eure Corinna
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